Berner Regierung gegen Agrarinitiativen

Am 13. Juni wird das Stimmvolk über die beiden Agrarinitiativen befinden. Die Berner Regierung lehnt die beiden Begehren als zu weitgehend ab.

Der Abstimmungskampf über die beiden Initiativen «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung – Keine Subventionen für den Pestizid- und den prophylaktischen Antibiotika-Einsatz» und «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» ist voll im Gang.

Der Berner Regierungsrat teilt die Sorgen der Bevölkerung in Bezug auf die Qualität des Trinkwassers. «Der Regierungsrat erwartet daher vom Bund, dass er die Agrarpolitik rasch weiterentwickelt, damit die Umweltziele künftig erreicht werden können», heisst es in einer Mitteilung von Donnerstag.

Die Regierungsrat weist darauf hin, dass sich der Kanton schon seit einigen Jahren im Bereich Reduktion von Pflanzenschutzmitteln engagiert. «Das Berner Pflanzenschutzprojekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft Massnahmen umgesetzt werden können, um die Beeinträchtigung der Umwelt durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nachhaltig zu reduzieren», schreibt die Regierung.

Der Kanton Bern als grösster Agrarkanton sei überdurchschnittlich von Entscheidungen betroffen, die die Landwirtschaft berührten. Jeder fünfte Beschäftigte in der Schweizer Landwirtschaft arbeite im Kanton Bern. Die Forderungen der Trinkwasserinitiative und Pestizidinitiative gehen dem Regierungsrat zu weit. Deshalb er, die Initiativen abzulehnen.

Zwei Volksinitiativen

Die Pestizid-Initiative fordert ein Verbot synthetischer Pflanzenschutzmittel in der landwirtschaftlichen Produktion, in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und in der Boden- und Landschaftspflege. Verboten werden soll auch der Import von Lebensmitteln, die mit synthetischen Pflanzenschutzmittel hergestellt wurden oder die solche enthalten.

Die Trinkwasser-Initiative verlangt, dass nur noch Bauern Direktzahlungen erhalten, die auf Pflanzenschutzmittel, vorbeugend oder systematisch verabreichte Antibiotika und zugekauftes Futter verzichten. Auch die landwirtschaftliche Forschung, Beratung und Ausbildung soll nur unter diesen Bedingungen Geld vom Bund erhalten.

 

Kommentare (2)

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  • Josef | 06.05.2021
    Obschon der Kanton Bern "nur" 1 Mia, und nicht 3.5 Mia CHF wie wir Bauern aus der Bundeskasse bekommt, brauchen wir den Berner Senf zu diesen beiden Vorlagen nicht!!
    • Daniela Wyss | 07.05.2021
      ich habe grundsätzlich probleme mit extremen gesetzen. am 13. juni gibt es gleich mehrer davon die in ihrer auswirkung das land verarmen lassen. mit land ist nicht nur der boden gemeint.
      aber lasst euch nur täuschen. ihr werdet die rechung dann sehen und es wird eure kinder treffen.
      unwiederruflich. importe die ohne rücksicht auf produktionsarten eingeführt werden, sind für mich keine lösungen.
      dass der eine bauer dem andern dann, nicht mit futter aushelfen kann ist mehr als eine scheinlösung.

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