
Bereits im Eingangsbereich steht man mitten im «Wald» auf dem Expo-Gelände.
jzb
Mit der Sonderschau «Vom Waud id Stubä» zeigt die Berner Wald- und Holzwirtschaft die gesamte Wertschöpfungskette vom stehenden Baum bis zum fertigen Produkt. Für Lignum Holzwirtschaft Bern ist der Auftritt zugleich eine Gelegenheit, zu erklären, weshalb ein nachhaltig bewirtschafteter Wald auch genutzt werden muss.
Die 65. OHA dauert vom 28. August bis 6. September. In der Sonderschau wird der Weg des Holzes von Waldpflege und Holzernte über Sägerei, Schreinerei und Holzbau bis zum Einsatz als Baustoff, Möbel oder Energieträger gezeigt. Moderne Forsttechnik, digitale Planung und neue Holzbaumethoden gehören ebenfalls dazu.
Den Wald erleben
Eine zentrale Rolle übernimmt Lignum Holzwirtschaft Bern. Die kantonale Plattform verbindet unter anderen Berner Waldbesitzer, Forstunternehmen, Sägereien, Schreiner, Holzbau-und Holzenergiebetriebe. Ihr Ziel ist es, die Nachfrage nach einheimischem Holz und damit die regionale Wertschöpfung zu stärken.
Erlebbar wird dies an der OHA mit einem als Wald gestalteten Eingangsbereich, einem Harvester-Simulator, einem Wald-Kino, verschiedenen Holzsortimenten sowie Informationen zu Baumarten und Waldbewirtschaftung. Eine Ausstellung mit viel Liebe zum Detail. Mehr als 100 Standbetreuer aus Forstbetrieben, Waldbesitzerorganisationen, Forstunternehmen und Verwaltung suchen während der Messe den Austausch mit dem Publikum. Für den direkten Draht ist also gesorgt.
Den Wald erklären
Dahinter steckt ein ernstes Anliegen. Die Berner Waldbesitzer verweisen auf die wiederkehrende Kritik an der Waldbewirtschaftung. Deshalb wolle man erklären, weshalb Eingriffe und Holzernte notwendig, nachhaltig und professionell seien. Denn vom Wald wird gleichzeitig erwartet, dass er Lebensraum bietet, CO2 speichert, vor Naturgefahren schützt, der Erholung dient und Holz liefert. Dem gerecht zu werden, sei nicht immer einfach.
Bei jeweils über 30’000 OHA-Besucherinnen und- Besuchern erhält die Branche während zehn Tagen eine grosse Plattform, um zu zeigen, dass hinter einem Balken, einem Tisch oder einer Holzfassade eine ganze regionale Wertschöpfungskette steht. Das Thema wird zudem mit einem Livebeitrag von Radio BeO sowie einem Politapéro von Lignum am 1. September mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Holzwirtschaft vertieft.