
Unter anderem der Mais litt unter der extremen Trockenheit.
Schweizer Hagel
Die grosse und langanhaltende Hitze und Trockenheit im Sommer 2026 hat auch starke Auswirkungen auf die Landwirtschaft. «Höhere Produktionskosten und erhebliche Ertragseinbussen belasten die Betriebe und können zu Liquiditätsproblemen führen», teilt der Kanton Bern am Mittwoch mit.
Um die bernischen Landwirtschaftsbetriebe zu unterstützen, hat der Kanton Bern in Abstimmung mit dem Bund Massnahmen beschlossen. Es ist geplant, einen Teil der Direktzahlungen vorzeitig auszurichten. «Damit erhalten die Landwirtschaftsbetriebe früher als üblich finanzielle Mittel und können ihre Liquidität kurzfristig verbessern», hält der Kanton fest.
Weiter können Betriebe, die als Folge der Trockenheit in finanzielle Bedrängnis geraten sind, einen zinslosen Überbrückungskredit (Betriebshilfedarlehen) beantragen. «Die Prüfung derartiger Gesuche erfolgt im Einzelfall und nimmt entsprechend Zeit in Anspruch», schreibt der Kanton Bern weiter.
Der Sommer 2026 war sehr trocken und heiss. Vor allem im Talgebiet setzte der Regenmangel den Kulturen massiv zu. Zuckerrüben, Kartoffel, Mais und Gras stellten das Wachstum ein. Das Bewässern von Gemüse und anderen Kulturen verursachte bei den Betrieben hohe Kosten. Um das Vieh mit Futter zu versorgen, mussten die Betriebe teilweise die Winterreserven verfüttern oder Heu zukaufen. Das zu deutlich höheren Preisen.