
Die Gämsen leiden zunehmend unter Störungen in ihrem Lebensraum, etwa durch Freizeitaktivitäten. Darauf nimmt der Kanton bei der Jagdplanung Rücksicht.
Andreas Thomet
Das Jagdinspektorat des Kantons Bern hat die Jagdplanung für 2026 beschlossen. Die Abschusszahlen steigen bei Rothirschen erneut an: Erlegt werden dürfen 1409 Tiere (2025: 1323). Damit sollen Wald und Landwirtschaft besser vor Wildschäden geschützt werden.
Auch bei Rehen und Gämsen wurden die Kontingente erhöht – auf 5365 Rehe und 1209 Gämsen. (2025: 4904 Rehe und 1127 Gämse).
Bei den Gämsen liegt der Fokus jedoch auf dem Schutz der Bestände. Nur im Napfgebiet solle der Bestand wegen anhaltender Wildschäden weiter reduziert werden, heisst es in einer Medienmitteilung.
Neu werden Abschüsse von Gamsböcken ausgelost, da es nicht mehr genügend Tiere für alle Jägerinnen und Jäger gibt. Zudem berücksichtigt der Kanton bei der Jagdplanung die zunehmenden Störungen im Lebensraum der Gämsen, etwa durch Freizeitaktivitäten.
Alle Informationen: Festlegung Jagdperiode 2026/2027