
Dieses Holz-Kunstwerk wurde gestohlen. Der Künstler bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
zvg
Das Holzkunstwerk in Form von zwei Kühen, das vom Tierarzt und Künstler Andreas Roesti geschaffen wurde, ist verschwunden. Die mehrere hundert Kilogramm schwere Skulptur stand jahrelang gut sichtbar unter dem Vordach des Hotels Wirieblick in Horboden im Diemtigtal BE. Nun wurde das Kunstwerk gestohlen.
500-Kilo-Holzkonstruktion
Das Kunstwerk wurde im Mai 1995 erstmals im Rahmen des Stierenmärtit in Thun aufgestellt. Rösti konzipierte es als Kuh-Makropuzzle aus massivem Holz, das aus rund 30 einzelnen Teilen besteht. Die Konstruktion ist 1,5 Meter hoch, hat eine Grundfläche von 2,4 Metern im Quadrat und wiegt rund 500 Kilogramm. Um dem Erscheinungsbild einer Red-Holstein-Kuh nahezukommen, strich Rösti einen Teil der Skulptur einst rot.
Vor rund 15 Jahren stellte Rösti das Kunstwerk vor dem Hotel Wirieblick auf. Der Standort war bewusst gewählt. Unter dem Überhang des Gebäudes war die Holzskulptur vor Witterung geschützt und stand ganzjährig im Trockenen. Gleichzeitig war sie für Hotelgäste, Wanderer und Einheimische gut sichtbar. «Die Hotelgäste hatten immer grosse Freude an dem Kunstwerk», sagt Rösti dem «Schweizer Bauer».
Vermutlich mehrere Täter
Rösti hat vor Kurzem festgestellt, dass die Skulptur nicht mehr an ihrem Platz steht. Aufgrund von Grösse, Gewicht und Bauweise ist klar, dass das Kunstwerk nicht von einer Einzelperson entfernt worden sein kann. Die Diebe hätten sich über die Fernsprechanlage beim Hauswart Zugang zum Gelände verschafft, indem sie angaben, sie müssten etwas abholen. Ihnen wurde dadurch eine Barriere für die Durchfahrt geöffnet. Für den Abtransport dürfte ein Fahrzeug mit Anhänger nötig gewesen sein und der Abbau konnte kaum unbemerkt erfolgt sein, vermutet Roesti.
Der Tierarzt geht nicht davon aus, dass das Werk aus Zerstörungsabsicht entwendet wurde. Er vermutet vielmehr, dass jemand Gefallen an der Holzkuh gefunden hat und sie an einem anderen Ort wieder aufgestellt hat. Roesti vermutet, dass sich die Kuh im bäuerlichen Umfeld, bei einem landwirtschaftlichen Betrieb, in einem Skigebiet oder auf einem privaten Gelände befindet, eventuell sogar als Blickfang. Roesti werde bei der Polizei Anzeige erstatten.
Bitte um Hinweise
Der Tierarzt geht nicht davon aus, dass das Werk aus Zerstörungsabsicht entwendet wurde. Er vermutet vielmehr, dass jemand Gefallen an der Holzkuh gefunden und sie an einem anderen Ort wieder aufgestellt hat. Roesti vermutet, dass sich die Kuh in einem bäuerlichen Umfeld befinden könnte, beispielsweise auf einem landwirtschaftlichen Betrieb oder in einem Skigebiet oder auf einem privaten Gelände, eventuell sogar als Blickfang.
Roesti hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung, um das über Jahrzehnte ausgestellte Kunstwerk wiederzufinden und zurückzuführen. Sachdienliche Hinweise richten Sie bitte an Andreas Roesti (079 656 59 79) oder per E-Mail an [email protected] .