
Tierrechtsorganisation Peta.
Wolfgang Zimmel
Der Unfall ereignete sich am Mittwochnachmittag. Gemäss Angaben der Kantonspolizei Bern hielt ein Kutscher das Pferdegespann auf dem Werkhof der Gemeinde Lotzwil an und stieg ab.
Aus noch unbekannten Gründen gingen die beiden Pferde mit der Kutsche durch und rannten davon. Auf der Langenthalstrasse kollidierten die Pferde mit einem Auto. Die Tiere verstarben noch auf der Unfallstelle. Der Autofahrer erlitt leichte Verletzungen. Die Strasse war während rund 1,5 Stunden gesperrt.
Die Tierrechtsorganisation Peta fährt nach dem Unfall schweres Geschütz auf. «Pferde sind Fluchttiere, die schon bei kleinsten Störungen erschrecken. Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen – teils mit tödlichem Ausgang», lässt sich Peter Höffken, Fachreferent bei Peta, in einer Mitteilung zitieren. «Die Verwendung von Pferdekutschen stellt ein erhebliches Risiko dar. Die einzige Lösung zum Schutz von Mensch und Tier ist deshalb ein Verbot von Kutschfahrten», so die Forderung von Höffken.
Beim Nationales Pferdezentrum kann man die Kritik nach einem solchen Unfall nachvollziehen. Ein Kutschenverbot stösst jedoch auf wenig Verständnis. «Der Wille eines Pferdes ist sehr stark. Wenn es nicht ziehen will, macht es das auch nicht», sagte Beat Schenk vom Nationalen Pferdezentrum zu den Berner Tamedia-Zeitungen. Pferde seien bewegungsfreudige Tiere, die bei sinnvoller Beschäftigung ausgeglichen und motiviert seien, fuhr er fort.