
Bereits zum 11 Mal wird der Anlass auf dem Bahnhofplatz durchgeführt.
Jacqueline Graber
Was sonst im Abfall gelandet wäre, zeigte am Freitagabend in Bern seinen wahren Wert - in Form eines 3-Gang-Menüs. Bereits zum 11. Mal fand in der Bundesstadt auf dem Bahnhofplatz das Foodsave-Bankett statt.
Geplant wird das Menu, gemäss Vera Geissbühl, Projektleiterin Foodsave-Bankette, «grob im Vorfeld.» Einzelne Komponenten würden jedoch sehr kurzfristig bestimmt, je nach Verfügbarkeiten. Für das Menü ist seit elf Jahren der Berner Food-Waste-Pionier und Foodoo-Gründer Mirko Buri verantwortlich.
Die Lebensmittel am Foodsave-Bankett Bern stammen mehrheitlich aus der Region Bern – darunter aussortiertes Gemüse und Früchte aus Landwirtschaft und Detailhandel, kleine Karotten und Kartoffeln, die aufgrund des heissen Sommers nicht den üblichen Handelsnormen entsprechen, Überschüsse aus Fehlkalkulationen sowie einwandfreie Produkte mit kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum.

Plakate weisen auf den Anlass hin.
Jacqueline Graber
Am Anlass im Einsatz waren rund 50 Helferinnen und Helfer. Wobei nicht nur am Tag des Bankets, sondern bereits im Vorfeld. Sie rüsteten Salate oder buken Desserts.
Preis nach Gutdünken
Für das Menü wurde kein Preis festgelegt, es gab eine Kollekte. 1300 Kilo Gemüse und Obst wurden im letzten Jahr verarbeitet - insgesamt 1000 Essen. Vera Geissbühler rechnet auch heuer mit der gleichen Menge.
Finanziell unterstützt wird das Projekt unter anderem von der SV Stiftung und der Oekonomische Gemeinnützige Gesellschaft Bern (OGG). Die OGG ist die Herausgeberin des «Schweizer Bauer.»
In der ganzen Schweiz laden sogenannte Foodsave-Bankette zu mehrgängigen Menüs aus überschüssigen Lebensmitteln ein: Die Anlässe finden im Zeitraum vom 18. August bis am 22. November statt.