Wolfsriss in Nods BE: Kanton verfügt Abschuss

Im Berner Jura hat ein Wolf ein Kalb in einer geschützten Mutterkuhherde gerissen. Der Kanton Bern hat deshalb eine Abschussbewilligung für einen «schadenstiftenden Einzelwolf» erteilt.

pd/clu |

In der Nacht vom 9. auf den 10. Oktober 2026 wurde in Nods im Berner Jura ein Kalb gerissen. «Die Rissmuster weisen auf einen Wolf als Verursacher hin; die Ergebnisse der DNA-Probe stehen noch aus. Das gerissene Tier gehörte zu einer geschützten Mutterkuhherde mit 20 Tieren», schreibt der Kanton Bern.

Abschuss durchs Jagdinspektorat

Mit dem Riss eines «geschützten Nutztieres der Rindergattung» sei die gesetzliche Vorgabe für den Abschuss eines schadenstiftenden Einzelwolfs nach Art. 9b Jagdverordnung erfüllt, heisst es in der Mitteilung des Kantons Bern. Der Abschuss kann durch das Jagdinspektorat ausgeführt werden.

Die Abschussbewilligung gilt für die Gemeinden Nods, Orvin, Cortébert, Courtelary, Corgémont, Sonceboz und Plateau de Diesse, beschränkt auf die Chasseral-Kette und den Mont Sujet.

Der Abschuss muss in direkter oder indirekter Verbindung mit einem Angriff auf geschützte Nutztiere stattfinden. Laut Mitteilung ist die Verfügung bis am 12. Dezember 2026 befristet.

Gegen die Abschussverfügung können beschwerdeberechtigte Verbände Beschwerde führen. Einer allfälligen Beschwerde werde die aufschiebende Wirkung jedoch entzogen, schreibt der Kanton Bern.

Kommentare (1)

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  • Susanne Vogel | 14.10.2026
    Endlich wird ein Wolfsriss publik gemacht.
    Bei uns hat der Wolf ein 4 Tage altes Kalb gerissen in Près- Mijou, unsere Alp oberhalb Nods. Das war im Juni 2023. Alles wurde abgestritten obwohl der Wolf am nächsten Tag wieder gesichtet wurde. Der Wildhüter sagte hässig und mit dem schimpfenden Finger auf uns zeigend: " Wenn ihr eine DNA wollt, dann bringt das Tier selber nach Bern!" Danach gab es etliche Risse welche alle verschwiegen wurden. Endlich wird ein Riss publik gemacht.
    So eine traurige Geschichte möchte kein Bauer erleben!! Kalb war sicher an der Muttermilch erstickt welche es in der Todesangst erbrach (das sah man an der verkrusteten Milch um den Mund). Mutter musste geschlachtet werden, Euter war zu sehr geschädigt durch die Entzündung wegen dem Milchstau. Wir wurden von der Presse und vom Wildhüter Amt alleine gelassen.
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