Weil sich die Betroffene nicht an das rechtskräftige Verbot gehalten hatte, vollzog der Veterinärdienst das Tierhalteverbot und holte die Tiere am Mittwoch der Vorwoche ab, wie das kantonale Departement Gesundheit und Soziales mit Dienstag mitteilte.
Es handelt sich um 13 Pferde der Rasse Appaloosa sowie um 40 Hunde der Rassen Australian Shepherd und Border Collie. Die beschlagnahmten Tiere werden laut Behördenangaben tierärztlich versorgt und befinden sich in geeigneten Einrichtungen.
Eine unabhängige Tierärztin kam zum Schluss, dass ein Pferd wegen seines schlechten Gesundheitszustands aufgrund alter Verletzungen euthanasiert werden musste, wie es weiter hiess. Die anderen Tiere würden zu gegebener Zeit an endgültige Plätze vergeben.
Mangelhafte Haltung
Der Veterinärdienst hatte wegen verschiedener und wiederholter Verstösse gegen das Tierschutzgesetz ein umfassendes Tierhalteverbot für die Tierhalterin verfügt. Die Gründe waren gemäss Behörden mangelhafte Haltung auf morastigen Auslaufböden, vernachlässigte Pflege, ungenügend eingestreute Liegeflächen und zu dunkle oder zu kleine Boxen sowie ungenügendes Futter.
Bei der Abholung der Tiere in der vergangenen Woche seien erneut Verstösse gegen die Tierschutzgesetzgebung festgestellt worden. Der Veterinärdienst wird gegen die Frau Strafanzeige erstatten. Aufgrund der unklaren Verhältnisse vor Ort hätten die Kantonspolizei, insbesondere die Gruppe Umwelt und Tierdelikte, sowie die Regionalpolizei den Einsatz begleitet.
