Aus für den Bio Marché – die Gründe

Nach 26 Austragungen endet der Bio Marché in Zofingen. Die grösste Schweizer Bio-Messe ihrer Art wird nicht aus Mangel, sondern aufgrund ihres Erfolgs eingestellt. 

pd/ome |

Die Bio-Messe «Bio Marché» in Zofingen AG prägte während über 25 Jahren die Schweizer Bio-Branche. Die Veranstalter haben nach der 26. Austragung beschlossen, den Anlass zu beenden.

Der erste Bio Marché fand im Jahr 2000 statt. Gründerin und Geschäftsführerin Dorothee Stich holte damit die dritte Bio-Weltausstellung nach Zofingen. Während diese weiterzog, etablierte sich der Bio Marché rasch als feste Grösse im Branchenkalender.

Vom Nischenevent zum Publikumsmagnet

Was anfangs noch als «Körnlipicker-Event» belächelt worden sei, entwickelte sich zu einem für alle zugänglichen Genussfestival, schreiben die Organisatoren. In Spitzenzeiten wurden bis zu 40’000 Besucherinnen und Besucher sowie rund 200 Aussteller gezählt. Der Anlass behielt über die Jahre hinweg seine klare Ausrichtung und seine Qualitätsstandards bei. «Die strengen Zulassungsbedingungen blieben bestehen und trugen zur konstanten Positionierung bei», heisst es weiter.

Zur Begründung des Endentscheids erklärt Stich: «Als wir zur Jahrtausendwende starteten, fristete Bio noch ein Mauerblümchendasein.» Das Ziel sei gewesen, Bio stärker in der Gesellschaft zu verankern. «So lange, bis Bio zur Normalität wird.» Dieses Ziel sieht sie als erreicht an. Der Entscheid  sei aufgrund des Erfolgs erfolgt. Der Umsatz mit Bio-Produkten in der Schweiz ist seit dem Jahr 2000 deutlich gestiegen und liegt heute bei rund 4,3 Milliarden Franken. Detailhändler haben ihr Angebot stark ausgebaut. 

-> Mediterranes Flair am Bio Marché

Nur dank Sponsoren und Freiwilligen möglich

Unterstützung erhielt der Anlass von Partnern und Sponsoren. Stich betont: «Ohne Sponsoren wäre ein solcher Grossanlass nicht möglich gewesen.» Coop engagierte sich zuletzt als Hauptsponsor. «Der Bio Marché hat Bio sichtbar, erlebbar und zugänglich gemacht», sagt Coop-Sprecherin Rebecca Veiga

Über die Jahre wirkten zahlreiche Beteiligte mit, darunter Helferteams, Aussteller und Dienstleister. Stich sagt: «Sie alle haben zum Durchbruch von Bio in der Schweiz beigetragen.»

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