
Raupen des Eichenprozessionsspinners. (Symbolbild)
wikipedia.org
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Raupen für Menschen und Hunde gefährlich sind. Der Kontakt mit den feinen Brennhaaren kann Hautreizungen, Juckreiz oder in schweren Fällen auch Atembeschwerden oder allergische Reaktionen auslösen.
Die höchstens fünf Zentimeter langen Tierchen können ganze Bäume und Alleen kahlfressen. Es ist nicht das erste Jahr, dass die Raupe im Kanton Aargau auftaucht. Eine generelle Bekämpfung sei nicht möglich, teilt die Stadt Lenzburg mit. In der Nähe von Spiel- und Rastplätzen werden gesichtete Nester wenn möglich durch die Stadt entfernt.
Hundehalterinnen und Hundehalter sollten auf Symptome wie starken Speichelfluss, Schwellungen im Maul- und Gesichtsbereich sowie Atembeschwerden achten und bei Verdacht umgehend einen Tierarzt kontaktieren.
Nestern aus weissen Fäden
Der Prozessionsspinner ist ein unscheinbarer, nachtaktiver Falter, der in der Schweiz vorwiegend im Tessin, im südlichen Wallis und im Genferseegebiet vorkommt. Seine Raupen leben in weissen Gespinstnestern auf Wirtsbäumen.
Im Frühjahr, sobald es wärmer wird, verlassen die Raupen nach der Überwinterung ihre Nester. Seinen Namen trägt das Insekt, weil die Raupen in einer prozessionsartigen Einerkolonne vom Baum zum Boden wandern, um sich unter der Oberfläche zu verpuppen.
Wer Raupennester sichtet, wird gebeten, diese zu melden: im Siedlungsgebiet Lenzburg an den Werkhof (062 886 45 85) und im Wald an die Forstdienste Lenzia (079 346 42 71).