Fall Ramiswil: Pferde werden versteigert

Der Solothurner Veterinärdienst hat Anfang November in Ramiswil 120 Hunde eingeschläfert und 43 Pferde beschlagnahmt. Das Amt für Landwirtschaft des Kantons Solothurn führt kommende Woche eine Auktion durch, bei der ein Grossteil der Pferde versteigert werden soll.

pd/blu |

Ziel des Veterinärdienstes war es von Beginn weg, die Pferde an geeignete Orte zu vermitteln.

35 Pferde

Nun werden 35 Pferde versteigert, wie der Kanton Solothurn am Freitag mitteilt. «Die Tierschutzgesetzgebung sieht vor, dass beschlagnahmte Tiere auf Kosten des Tierhalters oder der Tierhalterin an einem geeigneten Ort untergebracht oder unter anderem auch verkauft werden können», heisst es im Communiqué.

Die Versteigerung findet am kommenden Mittwoch, 26. November 2025, auf dem Areal der Kaserne Sand bei Bern statt. Interessierte Käuferinnen und Käufer müssen bestimmte Auflagen erfüllen und sich vorgängig anmelden.

Selbstdeklaration

Sie müssen mit einer Selbstdeklaration bestätigen, dass tierschutzkonforme Plätze vorhanden sind und die für die Betreuung zuständigen Personen über das notwendige Fachwissen verfügen. «Diese Angaben werden vom Veterinärdienst überprüft», heisst es weiter.

Die Auktionsbedingungen, das Anmeldeformular und der Auktionskatalog sind ab Freitagabend auf der Webseite des Amtes für Landwirtschaft aufgeschaltet: → alw.so.ch .

8 Tiere werden nicht versteigert

Jene Pferde, die am Auktionstag keinen Käufer finden, werden die Kaserne Sand am 27. November 2025 verlassen. Diese Tiere werden vorübergehend bei Tierhaltungsbetrieben platziert, die unter anderem von Tierschutzorganisationen vermittelt wurden. Neben einer Ausschreibung werden diese Tiere auch Tierschutzorganisationen zum Kauf angeboten.

Acht Tiere können nicht versteigert werden. Entweder lässt dies ihr aktueller Gesundheitszustand nicht zu. «Oder sie stammen aus einem speziellen Zuchtprogramm zur Rassenerhaltung und werden den entsprechenden Organisationen oder spezialisierten Züchtern zum Schätzwert angeboten werden», schreibt der Kanton.

120 Hunde eingeschläfert

Der Veterinärdienst des Kantons Solothurn hat Anfang November auf einem Hof in der Gemeinde Ramiswil SO viele Tiere in schlechtem Gesundheitszustand angetroffen. Deshalb mussten 120 Hunde, darunter auch Welpen, sofort eingeschläfert werden. 43 Pferde und 2 Ziegen wurden beschlagnahmt. Die Halterin der Tiere wurde wegen Verstosses gegen das Tierschutzgesetz angezeigt.

Die Solothurner Regierungsrätin und Volkswirtschaftsdirektorin Sibylle Jeker (SVP) gab eine externe Aufarbeitung des Tierschutzfalls in Auftrag. Diese soll den genauen Hergang, die Vorgeschichte dieses Falls sowie die vom kantonalen Veterinärdienst ergriffenen Massnahmen überprüfen.

Lebensmittelingenieurin

Der Blick ins Grundbuch zeigt, dass die Hofparzelle mit gut 6000 Quadratmetern einer Lebensmittelingenieurin ETH und Ernährungsberaterin gehört, die in verschiedenen Medien für ihre Berufstätigkeit trotz achtfacher Mutterschaft und einem Mann mit eigener Karriere gefeiert wurde. Sie hat im August 2022 an der Fachhochschule HAFL in Zollikofen den Lehrgang Equigarde abgeschlossen. Sie hat auch schon beim Solothurner Bäuerinnen- und Landfrauenverband über «essen, geniessen und fit sein» referiert. sal

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