
Die Feuerwehr war mit einem Grossaufgebot vor Ort.
Kapo AG
Am Mittwochabend gegen 21 Uhr entdeckte der Betriebsleiter Rauch, der aus dem Heustock aufstieg. Er alarmierte umgehend den Feuerwehrnotruf. Die Einsatzkräfte begannen nach dem Eintreffen auf dem Landwirtschaftsbetrieb sofort mit dem Entfernen von Heu und Heuballen aus dem Heustock.
Dach und Wände aufgebrochen
Anschliessend löschten sie einen kleinen Brandherd. Die Feuerwehr brachte in der Folge das gesamte Heu weg. Plötzlich bildete sich gemäss Mitteilung der Kantonspolizei Aargau erneut starker Rauch. Die Feuerwehr entdeckte immer weitere Brandherde und Glutnester. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufwendig. Sie dauerten bis in die Morgenstunden an. Um an alle Brandherde zu gelangen, mussten die Löschkräfte das Dach und die Seitenwände der Scheune aufbrechen.
Alle Tiere, bis auf ein Kalb, konnten lebend gerettet werden. Fünf Personen wurden durch die Sanität untersucht, mussten jedoch nicht ins Spital gebracht werden. An der Scheune entstand massiver Sachschaden. Die genaue Höhe gab die Polizei nicht bekannt.
Heugärung
Nach ersten Erkenntnissen der Brandermittler dürfte das Feuer aufgrund von Heugärung entstanden sein. Dabei entstehen hohe Temperaturen im Heustock. «Gelangt Sauerstoff dazu, kann sich das Heu selbst entzünden», schreibt die Polizei.
Sie sucht Zeugen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Personen, die Angaben zum Vorfall machen können, insbesondere jene, die einen Gärgeruch wahrgenommen haben, werden gebeten, sich beim Stützpunkt Lenzburg (062 886 01 17 oder [email protected]) zu melden.