Wanderfalken vergiftet: Mann verurteilt

In Basel wurden wiederholt Greifvögel mit hochgefährlichem Gift getötet. Nun musste sich ein Mann vor Gericht verantworten. 

pd/jgr |

Ein Mann hat in Basel mindestens 6 Wanderfalken und 2 Mäusebussarde  vergiftet. Der Mann wurde letztes Jahr durch die Basler Kantonspolizei ermittelt und musste sich nun vor Gericht wegen dieser und anderer Vorwürfe verantworten, schreibt BirdLIfe Schweiz in einer Medienmitteilung. 

Der Mann gestand die Vergiftungsfälle und wurde  zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten und Übernahme der Verfahrenskosten verurteilt. 

Zu verdanken sei der Erfolg auch BirdLife Schweiz, heisst es weiter in der Mitteilung. Die Naturschutzorganisation habe gemeinsam mit Vertretenden der Ornithologischen Gesellschaft Basel (BirdLife-Kantonalverband in Basel-Stadt) und der Schweizerischen Vogelwarte intensive Beobachtungen an den Wanderfalken-Brutplätzen durchgeführt.

Nach verdächtigen Beobachtungen konnten mittels Drohneneinsatzes und eines Industriekletterers vier tote Wanderfalken geborgen werden. Diese hatte BirdLife der Kantonspolizei übergeben.

Die Verfolgung von Greifvögeln ist national  immer wieder ein Thema. Vor allem Vergiftungsfälle kommen in der Schweiz vor und können Greifvögel gefährden. Ziel sind meist Habicht oder Wanderfalke, denen unter anderem mit hochgefährlichem Gift nachgestellt wird.

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