22 Wochen Weiterbildung mit grosser Wirkung

An der Schlussfeier des Lehrgangs Bäuerin / Bäuerlicher Haushaltleiter durften die Absolventinnen am Arenenberg ihre Zertifikate entgegennehmen. Martina Leib­undgut motivierte die Frauen, ihren Wissensrucksack nicht eine Ecke zu stellen, sondern stetig mit Neuem zu füllen.

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32 Personen waren letzten August am Arenenberg in den Lehrgang gestartet und hatten während 22 Wochen ihr Wissen erweitert, Herausforderungen gemeistert und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Dies alles unter dem Lehrgangsmotto «Von A bis Z», wie Lehrgangsleiterin Sybille Roth an der Abschlussfeier vor den Gästen ausführte und mit einem Bilderrückblick festhielt.

Man hat nie ausgelernt

Die Festrede hielt Martina Leibundgut, Bäuerin mit Fachausweis und Mitarbeiterin des VTL. Sie hat nach der kaufmännischen Lehre bei der Schweizer Zucker AG den Lehrgang ebenfalls absolviert. «Was auf den ersten Blick untypisch scheint, war rückblickend die beste Entscheidung, die mich dort hingebracht hat, wo ich heute stehe», so die 26-Jährige.

Sie machte die Ausbildung zur Bäuerin mit Fachausweis und ist aktuell im Lehrgang zur Meisterprüfung. «Mit jeder Weiterbildung wuchs nicht nur das Wissen, sondern auch der Mut, Neues anzupacken», sagte Leibundgut. Den Absolventinnen gab sie zwei Botschaften mit auf den Weg: Erstens ein Netzwerk aufzubauen und zu pflegen und zweitens offen zu bleiben für Weiterbildungen.

Leib­undgut führte aus: «Ein Netzwerk zu haben, ist enorm wichtig. Egal, wie viele Module ihr absolviert habt, ihr seid Teil eines Netzwerks, auf das ihr zurückgreifen könnt und das euch unterstützt.» Weiterbildungen würden helfen, neue Perspektiven und Möglichkeiten zu erhalten und sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln. «Stellt euren Wissensrucksack nach einer Weiterbildung nicht einfach in eine Ecke, sondern setzt das Gelernte um, probiert aus – und macht auch mal Fehler.»

Sie ermutigte die Absolventinnen, den Bildungsweg weiterzugehen und den Fachausweis Bäuerin zu machen: «Man lernt viel Neues und Spannendes. Ein guter Abschluss gibt ein gutes Gefühl und macht einen stolz.»

Das Jahr der Bäuerinnen und Landwirtinnen

Michael Schwarzenberger, Leiter Bildung Arenenberg, würdigte die Leistungen der erfolgreichen Absolventinnen mit folgenden Worten: «Erfolg wächst nicht einfach so, er muss gesät, gut gepflegt und  geerntet werden.» Der heutige Tag sei somit der «Erntetag» – das Ergebnis von harter Arbeit.

Jeannette ­Zürcher-Egloff überbrachte die Glückwünsche des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands (SBLV). Sie wies darauf hin, dass 2026 das Internationale Jahr der Landwirtinnen und Bäuerinnen ist: «Wir beim SBLV wollen diese Gelegenheit nutzen, um die Vielfalt der Frauen, die in der Landwirtschaft tätig sind, zu zeigen und in den Vordergrund zu rücken.» Dafür werden wöchentlich Porträts auf der SBLV-Website und in den sozialen Medien publiziert.

An die Absolventinnen gerichtet, sagte sie: «Eure breite und vielfältige Ausbildung befähigt euch, alle Aufgaben – in der Hauswirtschaft und draussen auf dem Betrieb – zu übernehmen.» Das Gelernte könne man auch ausserhalb des Betriebes nutzen: im Job, in einem Verband oder in der Politik. Mit Stolz durften die neun Frauen anschliessend ihre Zertifikate entgegennehmen, die von Rahel Fröhlich, Präsidentin der VTL-Kommission Frauen in der Landwirtschaft, überreicht wurden.

Die am Montag diplomierten Absolventinnen: Karin Blattmann, Mühlrüti (SG); Judith Christen, Grafenort (OW); Aurelia Eberlein, Lustdorf (TG); Marina Egli, Russikon (ZH); Stefanie Hug, Rossrüti (SG); Yvana Kehrli, Innertkirchen (BE); Uriela Müller, Grüningen (ZH); Franziska Roderer, Niederwil (SG); Stefanie Steiner, Rieden (SG); Rahel Weber, Pfyn (TG).

Auf Wunsch der Lehrgangsteilnehmerinnen werden nicht alle Absolventinnen namentlich aufgeführt.

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