
Knapp 3 Hektaren Ackerland werden aufgeforstet.
Screenshot Google Maps
Die Winterthurerinnen und Winterthurer haben den öffentlichen Gestaltungsplan für den Ausbau der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Hard mit 78,6 Prozent Ja-Stimmen deutlich angenommen.
Bauern ergriffen Referendum
Der Ausbau der ARA war unbestritten. Zu Diskussionen führten die Ausgleichsmassnahmen. Weil für den Ausbau Wald gerodet wird, braucht es eine Ersatzaufforstung. Der Gestaltungsplan sieht vor, dass rund 2,88 Hektaren Fruchtfolgeflächen aufgeforstet werden. Dagegen hat sich die Interessengemeinschaft zum Schutz der Fruchtfolgeflächen der Stadt Winterthur (IG FFF) gewehrt. 45 Landwirte haben sich hier zusammengeschlossen. Sie sammelten innerhalb weniger Wochen 1372 Stimmen und reichten im März das Referendum ein.
Die IG fordert Alternativen ohne Verlust von Fruchtfolgeflächen, praxistaugliche ökologische Lösungen in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft und einen sorgfältigen Umgang mit Steuergeldern.
«Ackerflächen schützen»
Das deutliche Nein der Stimmbevölkerung wird von der IG bedauert. «Es war im Abstimmungskampf schwierig, aufzuzeigen, welche konkreten Folgen der Verlust von wertvollen Fruchtfolgeflächen langfristig hat», teilt sie in einer Mitteilung mit. Die komplexen Zusammenhänge rund um Ersatzflächen, Kompensationen und Zertifikate seien schwierig darzustellen.
Die IG akzeptiert den Volksentscheid. Für Landwirt Jan Ehrbar bleibt klar: «Wertvolle Ackerflächen sind eine nicht vermehrbare Ressource und müssen geschützt werden.»
Kommentare (2)