Die Flughafen Zürich AG hat zusammen mit der Solarzaun GmbH ein Pilotprojekt zur Nutzung von Solarzäunen umgesetzt. Auf einem Parkplatz neben der Heizzentrale wurde eine rund 52 Meter lange Testanlage mit senkrecht montierten Photovoltaik-Modulen installiert.
Wie die Solarzaun GmbH mit Sitz in Elsau ZH mitteilt, erzeugen die beidseitigen Module gleichmässig über den Tag verteilt Strom – sowohl bei direkter Sonneneinstrahlung als auch durch reflektiertes Licht. Dank der senkrechten Anordnung erfüllten die Module gleichzeitig eine Zaunfunktion, ohne dass zusätzliche Fläche beansprucht wird. Ein weiterer Vorteil: Es entstehe keine störende Reflexion.
Unterschiedliche saisonale Bedingungen
Mit dem Pilotprojekt will die Flughafen Zürich AG herausfinden, wie effizient, witterungsbeständig und betrieblich integrierbar die Technologie ist. «In einem ersten Schritt wollen wir Erfahrungen mit den vertikalen Solaranlagen sammeln und prüfen, ob diese Technologie für weitere Standorte in Frage kommen könnte», erklärt Guido Hüni, Leiter Energie und Dekarbonisierung der Flughafen Zürich AG in der Mitteilung der Solarzaun GmbH. Die Testphase ist auf mindestens ein Jahr angesetzt, um unterschiedliche saisonale Bedingungen zu berücksichtigen.
Technische Angaben der Anlage
- Leistung: 21 kWp
- Modultyp: Next2Sun 480 W
- Technologie: beidseitig produzierende Hochleistungsmodule mit Heterojunction-Zellen im Glas-Glas-Verbund (Bifazialitätsfaktor 95 %)
- Höhe: 3 Meter
- Länge: 52 Meter
- Montage: auf bestehendes Flachfundament
Dabei ist Next2Sun System- und Kooperationspartner der Solarzaun GmbH und spezialisiert auf senkrechte Photovoltaik-Lösungen für Agri-PV, Infrastruktur- und Freiflächenprojekte.
37’000 Solarmodule
Bereits 2023 wurde am Flughafen Frankfurt ein vergleichbares Agri-Solarprojekt in Betrieb genommen. Wie die Betreiber schreiben, sollen bei Fertigstellung sich die senkrecht installierten Solarzäune über eine Länge von 2 800 Metern an der Runway entlangziehen. In der Spitze werden dann 37’000 Solarmodule eine Leistung von 17’400 Kilowatt erbringen.
