Kleinschlachtanlage in Busswil nimmt Form an

Die Genossenschaft Fleischverarbeitung Tannzapfenland hat an ihrer Generalversammlung einen Einblick in die neue Kleinschlachtanlage in Busswil TG gegeben. Die Inbetriebnahme des Betriebs ist auf Ende Sommer geplant.

ats/mgt |

Anfang Woche fand die zweite ordentliche Generalversammlung der Genossenschaft Fleischverarbeitung Tannzapfenland statt. Vor den statutarischen Geschäften nutzten Genossenschafter und Gäste die Gelegenheit, die neue Kleinschlachtanlage in Busswil zu besichtigen, heisst es in einer Mitteilung.

Andreas und Silvan Koller führten gemeinsam mit Projektleiter Mertens Willi durch die Räumlichkeiten und informierten über den Stand des Projekts.

Moderne Anlage hinter bestehender Infrastruktur

Wer von Busswil in Richtung Sirnach fährt, bemerkt auf den ersten Blick kaum, dass sich hinter einem Bauernhaus eine neue Kleinschlachtanlage im Bau befindet. Die Anlage wurde unterhalb einer neu erstellten Remise realisiert.

«Wir hatten die Vorgabe, den vorhandenen Platz optimal zu nutzen», erklärte Projektleiter Mertens Willi von Baunevo zu Beginn des Rundgangs. In zwei Gruppen führten er sowie die beiden künftigen Metzger Andreas und Silvan Koller durch die neuen Räume.

Funktionaler Bau für unterschiedliche Bedürfnisse

Die Anlage umfasst verschiedene Bereiche für Schlachtung, Verarbeitung und Lagerung. «Warteraum, Schlachtraum und Verarbeitung, weiter haben wir Kühlräume sowie eine Räucherkammer», erklärte Andreas Koller. Für Jäger wurde zudem ein separater Raum für die Wildabgabe eingerichtet. Auch die Fleischabpackung und die Abholung verfügen über einen eigenen Zugang.

«Wir haben versucht, die gesetzlichen Vorschriften, die Wünsche der beiden jungen Metzger und der künftigen Kundschaft so gut wie möglich in Einklang zu bringen», sagte Mertens. Entstanden sei ein moderner und funktionaler Bau.

Betriebsaufnahme im August vorgesehen

Nach aktuellem Stand soll die Anlage im August den Betrieb aufnehmen. «Wenn alles weiter nach Plan läuft, kann der Betrieb im August aufgenommen werden», sagte Mertens. Geplant sind unter anderem Lohn- und Notschlachtungen.

«Wir bieten dann Lohn- und Notschlachtungen an und werden auch biozertifiziert sein», ergänzte Andreas Koller.

Bis zur Eröffnung stehen jedoch noch verschiedene Arbeiten an. Neben baulichen Fertigstellungen müssen auch administrative Aufgaben erledigt werden. Dazu gehört unter anderem die Ausarbeitung der definitiven Schlachttarife. Anschliessend folgen Testdurchläufe und die Abnahmen durch die zuständigen Behörden.

Andreas Koller betonte: «Silvan und ich haben zwar bereits an verschiedenen Orten gearbeitet und viele Erfahrungen gesammelt. Eine eigene Anlage zu planen und aufzubauen, ist aber nochmals etwas ganz anderes. Wir sind jedoch überzeugt, dass wir hier nach der Einführungsphase effizient arbeiten können.»

Zusammenarbeit mit der Genossenschaft geplant

Die anschliessende Generalversammlung wurde von Genossenschaftspräsident Andreas Moser geleitet. Er dankte den Beteiligten für ihr Engagement im vergangenen Jahr und blickte auf die künftige Zusammenarbeit zwischen der Genossenschaft und den beiden Metzgern voraus. Gemeinsam soll eine Produktionsgemeinschaft entstehen.

Zudem ist nach der Betriebsaufnahme ein Tag der offenen Tür geplant. Dabei soll das Projekt offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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