
Der Wasserkonflikt zwischen dem Kanton Zürich und dem Kanton Thurgau soll mit einem Speicherbecken gelöst werden. (Symbolbild)
KI erstellt
Im Hitzesommer 2022 eskalierte der Konflikt um die Bewässerung im Stammertal. Während Zürcher Bauern weiterhin Wasser aus dem Mülibach pumpen durften, untersagte der Thurgau dies seinen Betrieben bachabwärts. Wie der «Landbote» berichtet, hat der Kanton Thurgau Zürich erfolglos um Gleichbehandlung gebeten.
Gemüsefelder bedroht
Der Kanton Zürich verwies auf drohende Totalausfälle von mehreren Hektar Gemüse. Die Gewässerschutzorganisation Aqua Viva kritisierte die Entnahme scharf und sprach von massiven Schäden für die Bachökologie, wie der «Landbote» weiter berichtet. Nun zeichne sich eine interkantonale Lösung ab.
An der Grenze soll auf Gemeindegebiet von Stammheim ZH ein Speicherbecken mit 6100 Kubikmetern Inhalt entstehen. Es werde mit Rheinwasser gespeist, das in Diessenhofen TG gefasst und über eine bestehende Leitung zugeführt wird. Die Bewilligung erteile der Kanton Zürich. Bauherrschaft haben die nutzenden Landwirtschaftsbetriebe.
Speicherbecken für fast 1 Million Franken
Gemäss «Landbote» belaufen sich die Kosten auf rund 985’000 Franken. Bund und Kanton Zürich werden voraussichtlich etwa die Hälfte übernehmen, der Rest entfalle auf die Betriebe. Bezugsberechtigt seien nur Höfe, die kein Wasser mehr aus dem Mülibach entnehmen dürfen.
Die Thurgauer Bewässerungsgenossenschaft darf auch weiterhin Rheinwasser beziehen, muss dann allerdings auch Zürcher Betriebe versorgen. Da ihr Netz tagsüber ausgelastet ist, werde das Speicherbecken in den Bewässerungspausen zwischen 11 und 19 Uhr gefüllt.
Der Punkt auf der Karte markiert die kantonale Grenze des Mülibachs. Der genaue Standort des Speicherbeckens ist der Redaktion nicht bekannt.