Maschinenklau: Bauer geht auf Spurensuche

Ein Landwirt aus Weiningen ZH ist in den vergangenen zwei Jahren wiederholt Opfer von Diebstählen geworden. Er teilt dieses Schicksal mit anderen Berufskollegen. Doch statt sich auf eine Strafanzeige zu beschränken, begann er eigenständig zu recherchieren.

ome |

Innerhalb von zwei Jahren wurde der Landwirt Godi Werffeli zweimal bestohlen. Am Karfreitag des vergangenen Jahres verschwand aus seinem Maschinenunterstand ein Schwader im Wert von über 10'000 Franken.

Wie die «Limmattaler Zeitung» berichtet, waren ihm bereits ein Jahr zuvor aus demselben Unterstand ein Satz Traktorräder im Wert von rund 5000 Franken entwendet worden. Werffeli begann daraufhin selbst Nachforschungen anzustellen.

Erfolgreiche Recherchen

Nach dem jüngsten Vorfall informierte Werffeli auf Facebook über den Diebstahl des Schwaders. Kurz darauf erhielt er einen Hinweis auf mehrere abgestellte landwirtschaftliche Geräte auf einem abgelegenen Grundstück am Waldrand bei Brugg AG. Vor Ort entdeckte er unter einem Gerätestapel seine gestohlenen Räder. Vom Schwader fehlte jedoch jede Spur. Wie die «Limmattaler Zeitung» weiter berichtet, sollen am Fundort mindestens zwanzig Maschinen deponiert gewesen sein.

Darunter befand sich auch ein baugleiches Modell seines Schwaders, das einem anderen Geschädigten gehörte. Werffeli hatte diesen im Zuge seiner Nachforschungen kennengelernt. Um weitere Besitzer ausfindig zu machen, veröffentlichte Werffeli ein Foto des Fundorts in den sozialen Medien. Ein Berufskollege identifizierte darauf seinen gestohlenen Laubbläser.

Täter in eigenen Reihen vermutet

Werffeli zufolge könnte es sich bei dem oder den mutmasslichen Tätern um Personen aus der Landwirtschaft handeln. Er gehe von zwei Verdächtigen aus, die in der Bauernszene bereits einen berüchtigten Ruf hätten. «Andere Bauern haben Angst, etwas in der Öffentlichkeit zu sagen. Aus Sorge, dass ihnen sonst die Siloballen aufgeschlitzt werden», wird Werffeli von der «Limmattaler Zeitung» zitiert. Entscheidend sei für ihn, dass sich die Betroffenen zur Wehr setzen. Viele Kolleginnen und Kollegen teilten diese Haltung.

Bislang hat Werffeli keinen Ersatz für den gestohlenen Schwader angeschafft. Er hoffe immer noch die Maschine wiederzufinden. Auf Anfrage der Limmattaler Zeitung teilte die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau mit, dass sich das Verfahren in der Abschlussphase befinde.

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