Strickhof stellt Wülflingen auf Bio um

Der Strickhof baut seine Aktivitäten im Biolandbau aus. Deshalb wird in Wülflingen ab 2027 umgestellt. Der Standort soll zur zentralen Plattform im Biolandbau werden. Künftig werden 49 ha nach Knospe-Richtlinien bewirtschaftet.

Der Strickhof versteht sich als praxisnahes Kompetenzzentrum für nachhaltige Ernährungssysteme. Er ist in den Bereichen Landwirtschaft, Tierberufe, Ernährung, Lebensmitteltechnologie und Hauswirtschaft tätig. Organisatorisch ist der Strickhof eine Abteilung des Amtes für Landschaft und Natur (ALN) in der Baudirektion des Kantons Zürich.

Nun will der Strickhof seine Kompetenzen im Bereich Biolandbau ausbauen. Ab dem 1. Januar 2027 startet am Standort Wülflingen die zweijährige Umstellung auf die Bio-Suisse-Richtlinien. Es entsteht ein gemischter Praxisbetrieb mit Mutterkuhhaltung und Ackerbau. «Mit der Umstellung des bestehenden Betriebsstandorts werden künftig auch Tierhaltungsversuche unter Bio-Bedingungen möglich sein», schreibt der Strickhof in einer Mitteilung.

49 Hektaren

Weshalb wird der Betrieb Wülflingen auf die Knospe-Richtlinien umgestellt? «Die Umstellung ist Teil der strategischen Weiterentwicklung des Strickhofs. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, um Bildung, Beratung und Forschung im Biolandbau langfristig zu stärken», sagt Michael Wahl, Bereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit, zu schweizerbauer.ch.

Bisher wurden Versuche im Biolandbau mit einem Partnerbetrieb in Oberembrach umgesetzt. Mit dem Auslaufen des Pachtvertrags werden die kantonalen Flächen vom Betrieb Wülflingen übernommen und integriert. Insgesamt werden künftig 49 Hektaren nach Knospe-Richtlinien bewirtschaftet – 30 ha auf dem Betrieb Wülflingen und 19 ha in Oberembrach vom Stiegenhof.

60 Mutterkühe

Welche Kulturen stehen im Fokus? «Im Futterbau sind es Natur- und Kunstwiesen. Im Ackerbau hauptsächlich Weizen, Silomais sowie diverse versuchsspezifische Spezialkulturen», sagt Wahl. In Wülflingen werden zudem knapp 60 Mutterkühe gehalten. Bewirtschaftet wird der Betrieb von Mitarbeitenden des Strickhofs. Das Schulareal und der Rebbau-Betrieb bleiben von der Umstellung ausgenommen.

«Insgesamt stärkt diese Neuausrichtung den Strickhof als Kompetenzzentrum für nachhaltige Ernährungssysteme und unterstützt die neuen Lehrpläne der beruflichen Bildung», erklärt Strickhof-Direktor Ueli Voegeli.

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