
Am 1. Dezember 1982 stimmte die Kilchberger Gemeindeversammlung mit 387 zu 0 Stimmen dem Antrag des Gemeinderates auf Genehmigung des Kaufvertrages mit den Erben von Emil Huber über den Erwerb eines Teils des Gutsbetriebes «Uf-Stocken» mit einem Bruttokreditbetrag von 32'736’500 Franken zu.
Gemeinde Kilchberg
Gesucht wird die Nachfolge laut der Website der Gemeinde Kilchberg per 1. April 2027 oder nach Vereinbarung. Auch auf der Website des Betriebs steht prominent «Nachfolge gesucht», man suche einen Betriebsleiter, eine Betriebsleiterin oder ein Co-Leitungsteam. Man sei bei der Gemeinde angestellt, es sei aber auch eine Pacht möglich. Auf dem Hof bestünden Wohnmöglichkeiten.
Nötig seien Erfahrung in der Betriebsleitung und Fachkenntnisse in den Betriebszweigen Obst-/Acker-/Futterbau und Tierhaltung (Legehennen, Pferde, Rindvieh) sowie der Führung eines Hofladens. Die Gemeinde schreibt von «einem attraktiven Arbeitsumfeld mitten im Naherholungsgebiet am Zürichsee».
Der Betrieb umfasst heute rund 30 ha Eigenland und 20 ha Pachtland, heisst es auf der Website des Stockenguts. Rund 32 ha sind Wiesen und Weiden, die Ackerflächen umfassen 16,3 ha, die Spezialkulturen wie die Obstanlagen oder die Christbaumkultur insgesamt 1,7 ha. In den Stallungen werden 23 Mutterkühe (Hauptrasse Rhätisches Grauvieh) mit ihren 15 Kälbern gehalten, dazu kommen einige Nachzuchttiere. «Im biokonformen Hühnerstall legen 1’020 Legehennen ihre Eier», heisst es weiter.
Gerade das schrecke aber qualifizierte, möglicherweise interessierte Personen ab, ist aus der Zürcher Landwirtschaft zu hören. Die Nähe zur Stadt und zu den Wohnquartieren sei zu gross. Dass die bisherige Leitung (Gabriella Caretta und Stephan Vetsch) sich per 2027 zurückziehen wird, war im Lokalblatt «Kilchberger» schon im September 2025 zu lesen . Sie führen den Betrieb seit 2007.
Es könnte also grundsätzlich jeder kommen. Hauptsache, es entsteht nicht zu viel zusätzliche Arbeit.
Ein bemerkenswertes Konzept: Landwirtschaft für die Stadt, ohne unternehmerisches Denken und möglichst ohne Mehrbelastung. Gewinnorientierung ist ausdrücklich nicht das Ziel – Meisterprüfung, Verantwortung und den Hofladen am Wochenende geschlossen halten.
**Unglaublich, aber wahr:** Man sucht offenbar keine Menschen, die einen Hof fachkundig bewirtschaften können, sondern eine Lösung, bei der möglichst alles beim Alten bleibt und trotzdem irgendwie funktioniert, auch wenn die Gemeinde noch drauflegen muss.