
In der Zuckerfabrik Frauenfeld steht die Produktion derzeit still. (Symbolbild)
Leica Camera AG
Am Sonntag, 23. November, wurde die Produktion in der Zuckerfabrik Frauenfeld gestoppt. Grund hierfür war ein Defekt am Kalkofen, der unmittelbar danach abgeschaltet wurde. Die Ermittlungen zur Ursache dauern noch an. «Nach ersten Einschätzungen ist von einem grösseren Schaden am Ofen auszugehen», schreibt die Schweizer Zucker AG in einer Mitteilung.
Spezialisten trafen sich seither zu einer ersten Sichtung. Die genaue Ursache konnte dabei noch nicht festgestellt werden. Sie werde nach weiteren Analysen frühestens Anfang nächster Woche vorliegen. Nach erster Einschätzung der Spezialisten gehe man jedoch von einem grösseren Defekt aus. Ob und wann der Ofen repariert und wieder hochgefahren werden kann, ist derzeit noch unklar. Die Zuckerproduktion bleibt somit bis auf weiteres unterbrochen.
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Rüben im Boden lassen – geerntete mit Vlies zudecken
«Ungeachtet des Schadens am Kalkofen gilt es jetzt, die Rübenkampagne fortzusetzen», heisst es weiter. Zusammen mit den Landwirtinnen und Landwirte sowie der Transportorganisation Frauenfeld werden alternative Lösungen gesucht. Bereits organisiert sei der Transport der derzeit in Frauenfeld lagernden Rüben nach Aarberg. Dort sind die Kapazitäten jedoch beschränkt, weshalb auch die Logistik rund um das Werk Aarberg angepasst werden müsse. «Die Rübenkampagne wird dieses Jahr länger dauern als üblich», lautet das Fazit der Schweizer Zucker AG.
Für alle Rüben, die noch im Boden oder auf Rübenhaufen liegen, gelte weiterhin: warten. Denn Rüben seien im Boden am besten geschützt und können dort auch bis in den Dezember hinein ohne nennenswerten Qualitätsverlust bleiben. Bei den bereits gerodeten Rüben empfiehlt die Schweizer Zucker AG, diese mit Vlies zu bedecken. Das schütze die Rüben vor Witterungseinflüssen und einem Verlust des Zuckergehalts.