Ab heute ist wieder Olma-Zeit

Die Olma ist ein wichtiger Treffpunkt und ein Schaufenster der Schweizer Landwirtschaft. Und nur möglich dank der Beteiligung von Landwirten, Bäuerinnen und Bauernverband.

Heute Donnerstag beginnt – zumindest für die Ostschweizer und für viele Landwirtinnen und Landwirte im ganzen Land – wieder die schönste Jahreszeit. Es ist Olma, und die Messe will ihren Ruf als wichtiger Ort des Austauschs und der Begegnung bestätigen. «Je digitaler die Welt wird, desto wichtiger sind echte Begegnungen», sagt Christine Bolt, CEO der Olma-Messen St. Gallen AG.

«Die Olma ist ein starkes Liveerlebnis, weil hier Freude und Gemeinschaft spürbar werden. Menschen begegnen sich auf Augenhöhe, werden miteinander Teil von etwas Grösserem und erleben, wie Generationen, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zusammenkommen. Damit bewegt die Olma eine ganze Region und ist für unser ­Unternehmen Herzstück und Schaufenster.»

Bauern täglich vor Ort

Das diesjährige Motto der Messe «Olma – und Action!» solle sich als roter Faden durch Sonderschauen, Erlebnisformate, Arenaprogramme und die Auftritte der rund 640 Ausstellenden ziehen. «Wir wollen, dass die Besuchenden die Olma als lebendigen Ort erleben, an dem sie eintauchen, Neues entdecken und gemeinsam aktiv sind», sagt Pascale Lüthi, Co-Messeleiterin Olma.

Der von Pascale Lüthi angesprochene rote Faden wird sich auch durch die Sonderschau «Erlebnis Nahrig» ziehen. Sie ist seit Jahren fester Bestandteil der Messe und widmet sich heuer ganz der Kartoffel. Und sie wäre nicht umsetzbar ohne das Wissen und die Mitwirkung von Bauern und Bäuerinnen, die vor Ort Auskunft geben oder die Knollen in Leckerbissen verwandeln.

16 Kartoffelsorten

Silvia Fischer vom Schweizer Bauernverband (SBV) hat an der Umsetzung der Sonderschau mitgewirkt und kennt den Aufwand: «Täglich sind sechs Personen an der Sonderschau, alle haben einen landwirtschaftlichen Hintergrund. Es sind Bauern und Bäuerinnen, aber auch Studierende. Mindestens ein Landwirt oder eine Landwirtin, der oder die Kartoffeln anbaut, ist dabei.» Die Fläche, die der SBV bespiele, umfasse 230 Quadratmeter mit mehreren Stationen, so Silvia Fischer.

«An einer Station werden 16 Kartoffelsorten gezeigt. Auch die Blaue St. Galler ist vertreten als Beispiel dafür, dass Kartoffeln nicht nur gelb sind.» Aus aktuellen Gründen habe der SBV im August noch ein Modul zu den klimatischen Herausforderungen geschaffen, nimmt sie Bezug auf den Hitzesommer. «Das Olma-Publikum soll verstehen, dass die Branche robuste Sorten sucht, die mit Trockenheit besser klarkommen, die aber auch weniger anfällig sind für Krankheiten und so weniger Pflanzenschutz benötigen.»

Vieles im Hintergrund

Aktuell ist auch das Motto des Tages der Bäuerin. Er ist dem UNO-Jahr «Frauen in der Landwirtschaft» gewidmet. Eine der drei Bäuerinnen, die am traditionellen Podiumsgespräch teilnehmen, ist Jeannette Stadelmann-Eugster, Bäuerin und Sachbearbeiterin aus Bischofszell TG.

Auf die Frage, welche Botschaft sie dem Publikum auf den Weg geben möchte, antwortet sie: «Ich hätte gern, dass man die Arbeit der Frauen mehr schätzen würde. Wir machen vieles im Hintergrund, was niemand sieht. Ich brauche kein permanentes Lob, aber einmal ein Danke ist schon schön.»

Säuli kommen am Montag

Im Hintergrund die Fäden zieht auch Christian Manser, seit 2001 Präsident der Olma-Tierschauen. Besser bekannt als der, der am Eröffnungstag dem Bundesrat oder der Bundesrätin ein Ferkel in den Arm legt. Und der die täglichen beliebten Säulirennen kommentiert.

Obschon Christian Manser eine eigene Beratungsfirma hat, beginnen für ihn die Olma-Vorarbeiten schon im Januar. «Wir erarbeiten alle Reglemente für die Tierschauen und Auktionen, erhalten die Auflagen des Veterinäramts und besprechen das Arenaprogramm», zählt er auf. Je näher die Messe komme, desto besser sei jede Stunde geplant: «Am 5. Oktober kommt das Stallteam, das Stroh und das Futter werden angeliefert. Am 6. Oktober erwarten wir alle Tiere. Am 7. Oktober finden Hauptproben mit den Tieren statt.»

Und am 8. Oktober öffnet die Messe ihre Tore. Nicht nur die Kühe, auch die beliebten Rennsäuli werden dann bereit sein. Das versichert Christian Manser: «Die Athletinnen kommen am Montag, also vor den Kühen, dann haben wir eine Trainingsrunde zusätzlich.»

Wichtige Eckpunkte

Datum: 8. bis 18. Oktober

Öffnungszeiten: 9 bis 18 Uhr

Eintrittspreise: Erwachsene 19 Franken, Kinder 11 Franken, Zuschlag an Tageskasse 1 Franken

Tickets: ticketshop.olma-messen.ch

ÖV und 20 % Rabatt auf den Eintritt:   Event’n’Rail OLMA

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