Appenzeller Alpenbitter: Generationenprojekt abgeschlossen

Nach rund drei Jahren Bauzeit hat die Appenzeller Alpenbitter AG ihr bisher grösstes Bauprojekt abgeschlossen. Rund 12 Millionen Franken investierte das Familienunternehmen in die Erweiterung am Standort im Herzen von Appenzell. Entstanden ist eine moderne Infrastruktur, die den Betrieb langfristig sichern und weiterentwickeln soll.

pd/ome |

Ausschlaggebend für das Bauprojekt waren die chaotische und riskante Verkehrssituation auf dem Vorplatz und im Eingangsbereich, fehlende Lagerplätze, komplizierte Arbeitsabläufe und Sicherheitsaspekte. Eine zukunftsgerichtete bauliche Lösung am bestehenden Standort drängte sich deshalb auf, teilt das Unternehmen mit.

Schweizer Kräuter

Appenzeller Bauernfamilien produzieren für Alpenbitter Kräuter – Zitronenmelisse, Lavendel, Kamille, Pfefferminze, Majoran und Wermutkraut. Im Verein «Appenzeller Bergkräuter» haben sich mehrere Landwirtinnen und Landwirte organisiert.

->  Sie bauen Kräuter für Schnaps an

Das Projekt wurde auf jenem Boden realisiert, den die Gross- und Urgrossväter der heutigen Inhaberfamilien vor langer Zeit erworben hatten. Mit der neuen Infrastruktur seien nun die Voraussetzungen geschaffen, damit das Familienunternehmen seinen Standort in Appenzell langfristig weiterentwickeln kann.

In drei Etappen zum Ziel

Das Projekt wurde in drei Etappen umgesetzt. Mit einer neuen Erschliessungsstrasse auf der Ostseite des Firmenareals, einem Hochregallager und der Aufstockung einer bestehenden Lagerhalle konnten Arbeitsabläufe und Warenflüsse optimiert und mehr Platz geschaffen werden. 

Die betriebliche Infrastruktur wurde um mehr als 2000 Quadratmeter erweitert. Das neue Hochregallager bietet Platz für rund 2200 Paletten. «Die stützenfreie Holzkonstruktion ermöglicht eine flexible Raumeinteilung», erklärt Pascal Loepfe-Brügger, Geschäftsführer der Appenzeller Alpenbitter AG.

Mit dem neuen Lager können die bisherigen Aussenlager in St. Gallen aufgehoben werden. Auch der Besucherrundgang «Kräuterwelt» wurde erweitert. Neu erhalten Besucherinnen und Besucher einen Einblick in das imposante Hochregallager aus Holz. In der dritten und letzten Etappe entstanden moderne und grosszügige Büroräumlichkeiten, Sitzungszimmer und Sozialräume. Diese Bauphase wurde vor wenigen Tagen abgeschlossen.

Bauen mit eigenem Holz

Eine Besonderheit des Projekts ist der verwendete Baustoff. Das neue Hochregallager und die Aufstockung bestehender Gebäudeteile wurden aus insgesamt 2500 Kubikmetern Rundholz aus firmeneigenen Wäldern gebaut.  Die Appenzeller Alpenbitter AG ist die grösste private Waldbesitzerin im Kanton Appenzell Innerrhoden. Die Verarbeitung des Holzes durch regionale Betriebe ermöglichte kurze Transportwege. Gleichzeitig konnten die firmeneigenen Wälder gepflegt und verjüngt werden.

Besonderes Augenmerk galt der Einbettung des Neubaus ins Ortsbild. Das neue Gebäude soll auch als Visitenkarte für Appenzell dienen. Abgestufte Satteldächer und eine Fassade aus rund 23’000 grossen Holzschindeln verleihen dem Neubau ein ortstypisches Erscheinungsbild.

Regionale Wertschöpfung

Auch energetisch wurde die Anlage erweitert. Mit 774 zusätzlichen Photovoltaikmodulen umfasst die gesamte Anlage nun 1011 Module mit einer Leistung von 449 kWp. Moderne Luft-/Wasser-Wärmepumpen sorgen zudem für die Beheizung und Kühlung der Gebäude.

Ein grosser Teil der Investition von rund 12 Millionen Franken blieb in der Region. 42,7 Prozent der Aufträge wurden im Kanton Appenzell Innerrhoden vergeben, 19,2 Prozent in Appenzell Ausserrhoden und 17 Prozent im Kanton St. Gallen. Weitere 21 Prozent entfielen auf die übrige Schweiz und 0,1 Prozent auf das Ausland.

×

Schreibe einen Kommentar

Kommentar ist erforderlich!

Google Captcha ist erforderlich!

You have reached the limit for comments!

Das Wetter heute in

Lesershop

Hier gehts zum Lesershop

Umfrage

Habt Ihr Zwischenfutter angesät?

72.1 % Ja
20.9 % Nein, mache kein Zwischenfutter
7 % Noch nicht

Teilnehmer insgesamt 86

Zur aktuellen Umfrage

Bekanntschaften

Suchen Sie Kollegen und Kolleginnen für Freizeit und Hobbies? Oder eine Lebenspartnerin oder einen Lebenspartner?