Bündner Biodiversitätsstrategie zeigt Wirkung

Ein Jahr nach dem Start zeigt die Biodiversitätsstrategie Graubünden auch in der Landwirtschaft messbare Fortschritte. 30 Betriebe beteiligen sich am Pilotprojekt «Biodiversitätsbetriebe». Die Verantwortlichen sehen es als Einladung die Zukunft unseres Naturkapitals mitzugestalten.

pd/ome |

Ein Jahr nach Beginn der Umsetzung zieht der Kanton Graubünden eine positive Zwischenbilanz. Die Biodiversitätsstrategie ist in der Praxis angekommen. «Wir stehen mitten in der Umsetzung – mit sichtbaren Projekten in Regionen und Gemeinden», sagt Remo Fehr, Leiter des Amts für Natur und Umwelt.

30 Betriebe

Wie der Kanton Graubünden mitteilt, sind von den 28 Massnahmen bereits 26 gestartet, zwei weitere befinden sich in Vorbereitung. Sichtbar sei die Wirkung auch in der Landwirtschaft. 30 Betriebe beteiligen sich am Pilotprojekt «Biodiversitätsbetriebe». Projekte wie die Pflege artenreicher Trockenwiesen, die Eindämmung invasiver Pflanzen oder die Bereitstellung gebietseigenen Saatguts in sieben Regionen zeigten, dass die Massnahmen wirken.

Auch in sensiblen Ökosystemen werden Fortschritte erzielt. So entstehen im Misox neue Lebensräume für Amphibien und am Glaspass wird ein Moor regeneriert. Solche Projekte verbessern die ökologische Qualität und schaffen zugleich Vorteile für die landwirtschaftliche Nutzung.

Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

Zentral für den Erfolg sei die Zusammenarbeit. Kantonale Fachstellen, Gemeinden, Landwirtschaft, Tourismus, Wirtschaft und engagierte Menschen vor Ort vernetzen ihr Wissen und bündeln ihre Kräfte zunehmend. Regierungsrat Jon Domenic Parolini betont: «Biodiversität ist ein echtes Naturkapital – wer es pflegt, stärkt die Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimawandel und sichert langfristige Erträge.»

Der «Bündner Weg» setzt auf Eigenverantwortung und praxisnahe Lösungen. Die Lösungen werden gemeinsam entwickelt, breit abgestützt und praxisnah umgesetzt. «Gerade das Pilotprojekt Biodiversitätsbetriebe in der Landwirtschaft sowie das Projekt gegen die Verbuschung zeigen, dass Kooperation und Eigenverantwortung zentrale Hebel sind», so der Kanton Graubünden.

-> Hier können Sie die «Biodiversitätsstrategie Graubünden 2023-2032» nachlesen.

-> Hier finden Sie das Massnahmenband zur «Biodiversitätsstrategie Graubünden»

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