
Die St. Galler Bäuerinnen und Bauern machen sich gemeinsam stark.
Svenja Seelhofer
Die Abstimmung zu Wil-West hat die bäuerliche Basis stark bewegt, erinnert der St. Galler Bauernverband (SGBV) in einer Mitteilung. Aus der emotional geführten Debatte wolle der Verband Lehren ziehen und gestärkt nach vorne blicken. Nur mit Mehrheiten in allen bürgerlichen Lagern könne die Landwirtschaft ihre Interessen wirksam einbringen, betonte Präsident Ruedi Thomann.
Politische Geschlossenheit als Schlüssel für die Zukunft
Auch die Produktionsbedingungen stellten die Betriebe vor Herausforderungen. Auf trockene Frühjahrswochen folgten lokale Wachstumsverzögerungen, später erschwerten Gewitter und Starkregen die Arbeit. Dennoch erzielten viele Höfe erfreuliche Resultate Dies dank moderner Technik, gezielter Fruchtfolgen und nachhaltiger Bewirtschaftung, wie Thomann hervorhob.

Ruedi Thomann ist Präsident des St. Galler Bauernverbandes.
Svenja Seelhofer
Mit Blick auf die kommenden Wahlen rief er die Delegierten dazu auf, Kandidatinnen und Kandidaten aus den eigenen Reihen zu unterstützen. Die nächste Legislatur werde entscheidend für die Ausgestaltung der Agrarpolitik sein. Gleichzeitig gelte es, die Position der Landwirtschaft auf den Märkten zu stärken. Die aktuellen Herausforderungen etwa im Milch- oder Schweinemarkt zeigten dies deutlich.
Erfolgreiches Geschäftsjahr und klare Prioritäten
Abseits der politischen Themen präsentierte der Verband ein erfreuliches Jahresergebnis. Ein überdurchschnittlicher Gewinn sei unter anderem der starken Zunahme an Versicherten in der Agrisano-Grundversicherung zu verdanken. Geschäftsführer Hansruedi Thoma betonte, dass der Verband nicht auf Vermögensaufbau ausgerichtet sei. Der Gewinn werde sorgfältig geprüft und in die Diskussion über die künftige Ausgestaltung der Mitgliederbeiträge einfliessen.
Die Delegierten erinnerten daran, welchen zentralen Beitrag die Landwirtschaft zur Versorgungssicherheit und zur regionalen Wertschöpfung leistet. «Mit diesem Bewusstsein will der Verband den eingeschlagenen Weg fortsetzen und sich auch künftig mit Engagement und Herzblut für die Anliegen der St. Galler Bäuerinnen und Bauern einsetzen», so der SGBV.