
Der Bestand an Wölfen soll präventiv durch Abschüsse verringert werden. (Symbolbild)
Kanton Schwyz
Der Nachweis der Reproduktion des Kärpfrudels gelang der Wildhut gemäss Mitteilung des Kantons bereits im August. Bei weiteren Beobachtungen wurden zwei Jungwölfe bestätigt.
Schäden verhindern
Der Kanton Glarus hat beim Bundesamt für Umwelt (Bafu) ein Gesuch zur proaktiven Regulierung des Rudels eingereicht. Gestützt auf die Jagdgesetzgebung des Bundes dürfen zwei Drittel der nachgewiesenen Welpen geschossen werden. Mit der Massnahme will der Kanton künftige Schäden an Nutztieren verhindern und die Scheu der Wölfe vor Menschen aufrechterhalten.
Bis jetzt ein Nutztierriss
2026 wurde im Kanton Glarus bislang eine Ziege von einem Wolf gerissen. Das Tier war ungenügend geschützt. Weitere Nutztierrisse wurden bisher nicht festgestellt. «Das zeigt, dass die arbeitsaufwändigen Herdenschutzmassnahmen Wirkung zeigen», schreibt der Kanton.
Durch die Regulation soll die Struktur des Rudels «grundsätzlich» erhalten bleiben, «sodass sich die Wolfspräsenz weiterhin positiv auf den Wald auswirkt», schreibt der Kanton weiter. Durch die Erbeutung von Wildhuftieren nehme die örtlich hohe Wilddichte und die damit verbundene Belastung für den Wald ab.
Fortpflanzungsleistung nimmt ab
Das Paar hatte bereits im Vorjahr Nachwuchs. Die Zahl der nachgewiesenen Welpen ist aber erneut tief. 2025 wurden drei Welpen beobachtet, von denen einer im Rahmen der proaktiven Regulierung im Januar 2026 erlegt wurde.
Der Kanton Glarus führt die eher tiefe Anzahl Welpen auf das Alter der Wölfin zurück. «Sie wurde 2017 geboren und dürfte ein Alter erreicht haben, in dem ihre Fortpflanzungsleistung deutlich abnimmt», heisst es in der Mitteilung.
Zweites Wolfspaar
Im Kanton streift noch ein zweites Wolfspaar umher. Dieses hat bis jetzt aber noch keinen Nachwuchs auf die Welt gebracht. Das Paar wurde erstmals im Frühjahr 2024 auf dem Urnerboden nachgewiesen. Anschliessend verlagerte es sein Streifgebiet in den Kanton Glarus.
Sein Streifgebiet überschneidet sich teilweise mit jenem des Kärpfrudels, das sich vorwiegend auf der rechten Seite des Sernftals aufhält. Zudem geht der Kanton davon aus, dass sich zeitweise auch Einzelwölfe im Kanton aufhalten.