
14 Wolfsrudel leben ausschliesslich innerhalb der Kantonsgrenzen. Fünf weitere Rudel nutzen Territorien, die über die Kantonsgrenze hinausreichen.
Kurt K.
Laut dem Quartalsbericht des Amts für Jagd und Fischerei Graubünden von Ende September beträgt der offizielle Wolfsbestand rechnerisch 16,5 Rudel. 14 dieser Rudel leben ausschliesslich innerhalb der Kantonsgrenzen.
Fünf weitere Rudel nutzen Territorien, die über die Kantonsgrenze hinausreichen. Diese werden statistisch jeweils als halbes Rudel gezählt. Insgesamt sind somit 19 Wolfsrudel ganz oder teilweise im Kanton präsent.
Abschussbewilligung für auffälligen Wolf
Im dritten Quartal wurde in den Gemeinden Surses und Breil/Brigels jeweils eine Wolfssichtung mit verzögertem Fluchtverhalten registriert. Mehrere weitere Sichtungen eines Wolfes mit demselben Verhalten gab es in Siedlungsnähe in den Gemeinden Lantsch/Lenz, Vaz/Obervaz und Albula/Alvra. Aufgrund seines unerwünschten Verhaltens gegenüber Menschen wurde für diesen Wolf im September eine Abschussbewilligung verfügt.
Zwei Wölfe im Kanton tragen GPS-Sender: das männliche Leittier des Rudels Frisal in der Surselva sowie ein männlicher Wolf aus der Mesolcina. Beide Sender übermitteln allerdings keine Daten mehr, heisst es im Quartalsbericht.

Ende September 2026 wurden im Kanton Graubünden 14 Wolfsrudel registriert, die ausschliesslich innerhalb der Kantonsgrenzen leben. Fünf weitere Rudel nutzen Territorien, die über die Kantonsgrenze hinausreichen.
zvg
34 Bärennachweise und 344 Luchsnachweise
Im dritten Quartal gingen im Kanton Graubünden zudem 34 Bärennachweise ein. Diese stammten hauptsächlich aus den Gemeinden Zernez, Scuol und Valsot. Nach aktueller Einschätzung hielten sich zeitweise zwei verschiedene Bären auf Bündner Boden auf. Genetisch nachgewiesen werden konnte jedoch nur das Individuum M104.
Beim Luchs wurden im selben Zeitraum 344 bestätigte Nachweise registriert. Davon entfielen 37 auf Beobachtungen mit Jungtieren. Dabei sind Doppelbeobachtungen derselben Jungtiere möglich.
Goldschakal in drei Gemeinden gesichtet
Auch Goldschakale wurden im dritten Quartal nachgewiesen. In der Gemeinde Trun gab es zwei Sichtungen. In Lumnezia wurde ein Goldschakal mittels Fotofalle nachgewiesen. Eine weitere Sichtung in Maienfeld konnte nicht überprüft werden.
Das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden veröffentlicht monatlich das «Monitoring Wolfsmanagement» mit den aktuellen Zahlen zum Wolf. Zudem betreibt es einen SMS-Informationsdienst, der sich unter anderem an Landwirte, Hirten, Imker und Gemeindebehörden richtet.
-> Mit diesem Formular können Sie sich für den SMS-Alarm anmelden.
Ja mann wird überall für dumm verkauft,aber wir züchten nicht Tiere für den Wolf.
Die Bauern müssen es selber in die Hand nehmen,bevor unsere Alpen nicht mehr bestosen werden und verbuschen.
Durch den Wolf werden immer mehr Tiere vermisst und nie mehr gefunden,so kann und darf es nicht mehr weitergehen. Der Kanton Graubünden ist ein gutes Beispiel dafür.