«Die Wolfsregulierung ist bisher gut gelaufen», erklärte Arno Puorger vom Amt für Jagd und Fischerei am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Abschusszahlen seien vergleichbar mit dem letzten Jahr. Aber die aktuelle Regulation laufe erst seit einem Monat und daure bis Ende Januar. Das Amt ziehe daher erst nach Abschluss der Regulation Bilanz.
Vollständig in Graubünden leben 11 Rudel. Zwei weitere Rudel bewegen sich in Grenzgebieten zu anderen Kantonen. Abschüsse sind vorerst in 10 Rudeln bewilligt. In zwei dieser Rudel ist die Regulierung mit dem Abschuss von insgesamt drei Tieren bereits abgeschlossen. Es handelt sich um das Stagias-Rudel in der Surselva und das Agnas Rudel im Oberengadin.
«Es ist immer möglich, dass wir weitere Welpen entdecken», sagte Puoger. Der Kanton würde dann weitere Abschussgesuche beim Bund einreichen. Vorgesehen sei, jeweils zwei Drittel der bekannten Welpen eines Rudels zu erlegen, erklärte der Grossraubtierverantwortliche.
Der Kanton verfolge bei der Wolfspopulation zwei Ziele, hatte Regierungsrätin Carmelia Maissen (Mitte) zu einem früheren Zeitpunkt der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärt. Einerseits greife man dort ein, wo Konflikte drohen würden. «Andererseits wollen wir das dynamische Wachstum der Wolfspopulation brechen», sagte die Vorsteherin des Departements für Infrastruktur, Energie und Mobilität, zu dem auch das Amt für Jagd und Fischerei gehört.

Längst ist nämlich bekannt dass ein derart dynamisches Wachstum der Wolfspopulation in der Schweiz, nur aufgrund des hohen Rotwildbestandes und der geeigneten Lebensräume speziell in den Berggebieten möglich ist.
Einerseits beweisen die Zahlen der Statistiken eindeutig, dass der geförderte Herdenschutz der vergangenen Jahre die Zahlen der Nutztierrisse in den letzten 2 Jahren ,trotz einer stetig wachsenden Wolfspopulation,weiter fallen liessen . Weiter bringen die proaktiven Abschüsse zur Wolfsregulierung nicht die gewünschten Resultate , weil sie im kommenden Jahr durch mehr Jungtiere in den Rudeln umgehend kompensiert werden und andererseits ist unter uns Biologen längst bekannt dass der willkürliche Abschuss von irgendwelchen Individien eines Rudels vorallem Chaos und ein nicht vorsehbares Verhalten des geschwächten Rudels mit sich bringen wird.
Es wäre wünschenswert, wenn wir uns wieder vermehrt auf Fakten stützen würden als permanent eine grosse politische Polemik zu veranstalten .