
Die warmen Temperaturen erschwerten die Hirschjagd.
Amt für Jagd und Fischerei Graubünden
Mit 2903 erlegten Hirschen fiel die Strecke tiefer aus als im Vorjahr. Der Rückgang ist gemäss Mitteilung des Kantons Graubünden insbesondere auf die geringere Anzahl erlegter männlicher Tiere zurückzuführen. Bei den weiblichen Hirschen lag die Strecke nur leicht unter dem Vorjahreswert. Die Rehstrecke erreichte mit 2339 Tieren das langjährige Mittel. «Bei den Gämsen wurde mit 3053 erlegten Tieren eine gute Strecke erzielt», so der Kanton weiter. In der Mesolcina wurden zudem 22 Wildschweine erlegt.
Um die Abschusspläne und den jagdlichen Auftrag zu erfüllen, werden für die Sonderjagd 2026 1637 weibliche Hirsche und deren Kälber, 241 Rehe und beschränkt auf vier Wald-Wild-Problemgebiete 12 Gämsen freigegeben. Der Sonderjagdplan 2026 fällt beim Hirsch leicht tiefer aus als im Vorjahr. Auch beim Reh ist der Sonderjagdplan mit 241 Geissen und Kitzen tiefer als im Vorjahr.
«Die Jagd im November und Dezember ist wichtig, um die Abschusspläne bei den weiblichen Tieren zu erfüllen und die Zahl der Hirsche und Rehe an den Winterlebensraum anzupassen», sagt Lukas Walser, Abteilungsleiter Wild und Jagd, beim Amt für Jagd und Fischerei. Dies ist für den langfristigen Erhalt gesunder und gut strukturierter Schutzwälder mitentscheidend.
Der Abschuss von Wildschweinen ist wegen steigender Bestände und zunehmender Schäden in der Landwirtschaft wie in den Vorjahren unbegrenzt freigegeben.