«Graubünden Viva» wird bis 2031 weitergeführt

Die Bündner Regierung führt «Graubünden Viva» bis 2031 weiter. Für die nächste Programmphase stehen 5,55 Millionen Franken zur Verfügung. Damit soll das Bündnerland weiter als führende Region alpiner Genusskultur gestärkt werden.

pd/clu |

Seit 2016 ist es das Ziel des Vereins «Graubünden Viva», Bündner Akteurinnen und Akteure entlang der gesamten kulinarischen Wertschöpfungskette zu vernetzen. Dazu gehören Landwirtschaft und Produktion ebenso wie Gastronomie und Hotellerie, Handel, Tourismus, Forschung und Bildung. So soll die Vielfalt der Bündner Kulinarik sichtbar gemacht, Wissen ausgetauscht und neue Kooperationen ermöglicht werden.

Die Bündner Kantonsregierung hat nun beschlossen, das Programm von 2027 bis 2031 weiterzuführen. Dafür seien insgesamt rund 5,55 Millionen Franken vorgesehen, wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt. Der Kanton beteiligt sich dabei mit maximal 4,95 Millionen Franken.

Weitere 600'000 Franken sollen über Eigenmittel, Mitgliederbeiträge und Drittmittel finanziert werden. Der kantonale Beitrag bleibe damit gegenüber der laufenden Programmphase unverändert, schreibt der Kanton weiter.

Zwischen Produktion und Gastronomie

Sowohl der Verein «Graubünden Viva» als auch der Kanton Graubünden lassen verlauten, dass die nächste Phase stärker auf konkrete Wirkung ausgerichtet werden soll. Im Zentrum stehen fünf strategische Ziele: Graubünden soll als führende Region für alpine Genusskultur positioniert, das regionale Ernährungssystem gestärkt und nachhaltige Wertschöpfung gefördert werden. Gleichzeitig sollen Innovation und Kompetenzen der beteiligten Akteurinnen und Akteure gestärkt und die regionale Ernährung gesellschaftlich stärker verankert werden.

Wie der Verein «Graubünden Viva» schreibt, sei ein konkreter Ansatzpunkt die Verbindung zwischen Produktion und Gastronomie. Regionale Produkte sollen für Restaurants und Hotels einfacher auffindbar, verfügbar und planbar werden. Dadurch sollen sie häufiger den Weg auf die Bündner Teller finden. «Wir haben in den vergangenen Jahren viel aufgebaut. Nun geht es darum, dieses Netzwerk weiterzuentwickeln und gemeinsam noch mehr Wirkung zu erzielen», sagt Leonie Liesch, Geschäftsführerin von «Graubünden Viva», laut Mitteilung des Vereins.

Kurze Wege

Dabei gehe es auch um die Frage, welche Folgen der Konsum regionaler Produkte habe. «Wer Bündner Produkte kauft, bestellt oder verarbeitet, entscheidet nicht nur über das Essen auf dem Teller», wird Liesch in der Mitteilung weiter zitiert. Damit verbunden seien Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Kanton, kurze Wege, Wissen und Handwerk sowie die Pflege der Kulturlandschaft.

Auch über die Kantonsgrenzen hinaus soll die Bündner Kulinarik sichtbarer werden. «Graubünden Viva» will deshalb weiterhin gezielt die Produkte, Produzentinnen und Produzenten sowie die kulinarische Vielfalt Graubündens ausserhalb des Kantons präsentieren, wie der Verein mitteilt.

Zusammenarbeit mit Alpinavera und dem Plantahof

Weitergeführt wird zudem die Zusammenarbeit mit Alpinavera und dem Plantahof. Gemeinsam sollen Kräfte gebündelt sowie Wissen und Erfahrungen ausgetauscht werden, um die Bündner Land- und Ernährungswirtschaft weiterzuentwickeln, schreibt «Graubünden Viva».

Für Liesch ist die Fortsetzung deshalb mehr als eine Verlängerung des bisherigen Programms: «Wir verstehen die Weiterführung nicht als ‹Weiter wie bisher›, sondern als Auftrag, die Bündner Kulinarik gemeinsam mit den Akteur im Kanton weiter voranzubringen», lässt sie sich in der Mitteilung des Vereins zitieren.

-> Mehr Infos gibt es hier:  graubündenVIVA

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