
Der Eurasische Wolf besiedelt verschiedene Lebensräume, von Wäldern bis zu offenen Graslandschaften in verschiedenen Klimazonen von der subpolaren Zone bis in die Subtropen. Die Grösse der Reviere von Wolfsrudeln variiert zwischen 100 und 300 Quadratkilometern in Mitteleuropa und 2500 Quadratkilometern in höheren Breiten.
Angela
Die Bündner Justiz hat am 18. Juni einen Strafbefehl erlassen. Der Jäger hat das Urteil akzeptiert, womit es rechtskräftig ist. Die vom Tessiner Radio- und Fernsehen (RSI) vorab verbreitete Nachricht wurde heute von der Bündner Staatsanwaltschaft gegenüber der Nachrichtenagentur sda bestätigt.
Muss Wert des Tiers ersetzen
Der Täter handelte fahrlässig: Der Jäger tötete das Tier während der Jagdzeit ohne Vorsatz, achtete jedoch nicht ausreichend darauf, dass er auf ein geschütztes Tier schoss.
Der Jäger muss nun eine Geldbusse zahlen, die nach dem Bundesgesetz über die Jagd maximal 10'000 Franken betragen kann. Zudem muss er den Wert des erlegten Tieres ersetzen. Das Jagdpatent wird ihm hingegen nicht entzogen. Diese Massnahme ist beispielsweise vorgesehen, wenn eine Person eine andere Person vorsätzlich oder grobfahrlässig auf der Jagd tötet oder verletzt und die Gefahr besteht, dass sie ähnliche Straftaten begeht. Hätte der Jäger das geschützte Tier vorsätzlich getötet, hätte ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr gedroht.
Keine Abschussbewilligung
Die Ereignisse gehen auf den 1. September 2025 zurück, den ersten Tag der Hochjagd. Im Puschlav wurde der Kadaver eines männlichen Tieres mit einer Schusswunde gefunden. Jäger sind bei der Suche nach dem erlegten Rotwild auf den toten Wolf gestossen. Da in diesem Zeitraum in der Region keine Abschussbewilligungen für Wölfe erteilt worden waren, wurde eine Strafuntersuchung eingeleitet. Im Februar dieses Jahres beschloss die Staatsanwaltschaft, ein Strafverfahren gegen einen Jäger zu eröffnen, der nun verurteilt wurde.
-> Wolf im Puschlav vermutlich gewildert
Im August 2023 haben die Behörden die Neubildung eines Wolfsrudels auf Gemeindegebiet von Poschiavo bestätigt. Durch die Wildhut wurden im Sommer vier Wolfswelpen beobachtet. Das Rudels trägt seither den Namen Rügiul-Rudel. Es bewegt sich nach aktuellen Kenntnissen südlich des Berninapasses.