
Am 31. Januar 2026 endete die proaktive Wolfsregulation 2025/2026. Dabei wurden 18 Wölfe während der Jungtierregulation in sieben Rudeln erlegt. (Symbolbild)
Kapo VS
Getötet wurden 32 Wölfe aus zehn Rudeln, wie das Amt für Jagd und Fischerei (AJF) des Kantons Graubünden am Dienstagmorgen schrieb.
Kontingent fast ausgeschöpft
Es war die zweite Regulierungsphase, in der die Kantone präventive Abschüsse auf Grundlage des revidierten Jagdgesetzes ausführen dürfen. Aus Graubünden wurden beim Bundesamt für Umwelt (Bafu) hierzu die meisten Gesuche eingereicht, gefolgt vom Tessin und Wallis.
«Das Kontingent von zwei Dritteln der Jungtiere der entsprechenden Rudel – Stagias, Calderas, Jatzhorn, Seta, Älpelti, Agnas und Frisal– wurde mit insgesamt 18 erlegten Wölfen beinahe vollständig ausgeschöpft», schreibt das AJF. Gemäss den geltenden rechtlichen Vorgaben wurden widerrechtliche Abschüsse angerechnet.
Wölfe scheuer
«Die Wölfe werden durch die Regulation scheuer, was auch erwünscht ist. Das macht die Arbeit für uns natürlich nicht einfacher. Die Zielerreichung der Abschüsse von Jungtieren wurde gegenüber dem Vorjahr jedoch verbessert», sagt Adrian Arquint, Co-Leiter Amt für Jagd und Fischerei. Weitere 14 Wölfe wurden bei der Entnahme der Rudel Sinestra (sechs Wölfe), Moesola (sechs Wölfe) und Muchetta (zwei Wölfe) erlegt.
Im Zeitraum vom 1. Februar 2025 bis 31. Januar 2026 wurden in den Gemeinden Pontresina, Sils i. E und Surses je ein Wolf durch die Wildhut oder durch autorisierte Jäger aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten erlegt.
Ziel der proaktiven Regulation ist eine dauerhafte Koexistenz zwischen Mensch und Wolf, ohne dabei den Wolfsbestand im Alpenraum zu gefährden, schreibt der Kanton. Dem Herdenschutz komme auch mit der proaktiven Wolfsregulation weiterhin eine zentrale Bedeutung in der Prävention der Nutztierschäden zu.