Olma-Sonderschau: Alles dreht sich um die Knolle

Der Bauernverband ist an der beliebten Sonderschau «Erlebnis Nahrig» beteiligt. Projektleiterin Silvia Fischer plant seit Dezember. Dieses Jahr geht es um die Kartoffel.

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«Erlebnis Nahrig»: Die Sonderschau ist an der Olma Tradition. Jedes Jahr steht ein anderes landwirtschaftliches Erzeugnis im Zentrum. Und wird den Besucherinnen und Besuchern über alle Sinnen nähergebracht. Unter dem Motto «Klein gepflanzt, gross geliebt» dreht sich in diesem Jahr alles um die Kartoffel. In der als Dorf inszenierten Themenwelt steht jedes Gebäude für eine Etappe der Wertschöpfungskette. Vom Bauernhof auf den Teller wird der Weg der Kartoffel anschaulich dargestellt.

Knollen in Leckerbissen verwandeln

Diese Sonderschau wäre nicht umsetzbar ohne das fachliche Wissen und die Mitwirkung von Bauern und Bäuerinnen, die vor Ort Auskunft geben oder die Knollen in Leckerbissen verwandeln, und der Branchenverbände. Entsprechend übernimmt der Schweizer Bauernverband (SBV) jeweils die Planung – und diese braucht Zeit.

«Die Themenwahl des jeweiligen Produkts wird meistens nach der vorgängigen Olma getroffen. So haben alle Beteiligten ein Jahr Zeit, in die Umsetzung zu gehen», sagt Silvia Fischer, Projektleiterin beim SBV. Der SBV ist mit der Migros und der Olma Mitglied im Verein ENA, wobei ENA für «Erlebnis Nahrig» steht. «Nachdem wir uns auf die Kartoffel als diesjährige ENA-Kultur festgelegt hatten, nahm ich Kontakt mit Swisspatat auf, um von deren Fachwissen profitieren zu können.

«Erlebnis Nahrig»

In der als Dorf inszenierten Themenwelt in der Halle der St. Galler Kantonalbank wird die Wertschöpfungskette der Kartoffel vom Hof auf den Teller aufgezeigt. Die Sonderschau ist während der Olma frei zugänglich. sum

Kartoffeln in Gelb und Blau

Bei dieser Sonderschau bespielen die Migros und der SBV je einen Teil der Fläche, wobei der SBV Anbau und Produktion und die Migros Verarbeitung und Handel abdeckt. Silvia Fischer: «Unsere Fläche umfasst 230 Quadratmeter mit verschiedenen Stationen. An einer werden 16 verschiedene Kartoffelsorten gezeigt, und wir erläutern deren Eigenschaften. Auch die Blaue St. Galler ist vertreten als Beispiel dafür, dass Kartoffeln nicht nur gelb sind.»

In einem weiteren Modul wird das ganze Kartoffeljahr gezeigt, ein Video veranschaulicht das Wachstum der Stauden und Knollen im Zeitraffer, und dank Plexiglasgefässen sehen Besucher und Besucherinnen die ganze Pflanze, also die Staude mit den Kartoffeln. Kinder können in einer abgesperrten Fläche in Holzschnitzeln nach Kartoffeln graben.

Wichtige Eckpunkte

Datum: 8. bis 18. Oktober

Öffnungszeiten: 9 bis 18 Uhr

Eintrittspreise: Erwachsene 19 Franken, Kinder 11 Franken, Zuschlag an Tageskasse 1 Franken

Tickets: ticketshop.olma-messen.ch

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«Aus aktuellen Gründen haben wir im August noch ein Modul zu den klimatischen Herausforderungen geschaffen», nimmt Silvia Fischer Bezug auf den Hitzesommer. «Das Olma-Publikum soll verstehen, dass die Branche robuste Sorten sucht, die mit Trockenheit besser klarkommen, die aber auch weniger anfällig sind für Krankheiten und so weniger Pflanzenschutz benötigen.» Nach den Posten des SBV zu Anbau, Sorten und Pflanzenschutz zeigt die Migros auf ihrer Standfläche, wie die Verarbeitung der Kartoffeln vor sich geht.

Kartoffelbrot für alle

Die elf Messetage könnte der SBV nicht bewältigen ohne die Bauern und Bäuerinnen, die an der Sonderschau die jeweiligen Posten erklären und Fragen beantworten. «Täglich sind sechs Personen am Messestand, alle haben einen landwirtschaftlichen Hintergrund», erklärt Silvia Fischer, «es sind Bauern und Bäuerinnen, aber auch Studierende. Mindestens ein Landwirt oder eine Landwirtin, der oder die Kartoffeln anbaut, ist dabei.» Viele Bauern und Bäuerinnen würden gern an der Olma helfen. «Das Problem ist, dass sie mit der Herbstaussaat und der Rübenernte zusammenfällt.»

ENA wäre nicht so beliebt, gäbe es nicht die «Küchenstation», an der gebacken oder gebraten wird. Auch von den Bäuerinnen. «Sie werden ein Kartoffelbrot backen, das wir zum Probieren anbieten. Das Brot darf natürlich am Stand der Bäuerinnen gekauft werden – neben anderen Köstlichkeiten.

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