Olma: Wir zeigen euch erste Impressionen

Am Donnerstag wurde die 83. Olma auf dem Messegelände in St. Gallen eröffnet. Die Ausstellung für Landwirtschaft und Ernährung hat für alle etwas zu bieten. Wir zeigen euch Bilder aus der Ostschweiz.

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Kaum gingen um 9 Uhr die Tore zum Olma-Areal auf, strömten die interessierten Menschen aufs Areal. Bis am Sonntag in einer Woche werden deutlich über 300’000 Menschen erwartet. Die Olma ist eine Institution – in der Ostschweiz, aber nicht wenige reisen von weiter her an, um die typische Festfreudigkeit der Ostschweizer zu erleben.

Diese zeigt sich am Donnerstag angesichts des Regens insbesondere in den Hallen. Etwa im Restaurant «Chäs-Stobe» im ersten Stock der Halle 7, wo zur Mittagszeit die Hendermoosbueba aufspielten, eine vierköpfige Schwyzerörgeli-Formation aus Altstätten SG.

Bei der IG Volkskultur kam es um zehn vor drei Uhr zu einem ganz besonderen Auftritt: Kinder sangen im Sing-Grüppli Bühler, alle in Trachten, die Hände im Hosensack wie die Grossen. Lustig ging es auch am Stand von Swiss Wine Promotion zu und her, wo Bundespräsident Guy Parmelin bei seinem Rundgang einen Johanniter-Wein seriös degustierte und dann Glas um Glas verteilte. Als man ihm sagte, man habe für ihn keinen Waadtländer Wein bereit, sagte er: «Konkurrenz ist immer gut!»

Armee und ETH treten auf

Einen grossen Auftritt an der Olma hat heuer die Schweizer Armee. Eindrücklich beherrscht sie den Vorplatz der St.-Galler-Kantonalbank-Halle mit einem Leopard-Panzer und Aufklärungsfahrzeugen. Und das Motto lautet: «Schweizer Armee verteidigt». Wo früher bei vergleichbaren Auftritten insbesondere Leute für den Friedensförderungsdienst im Kosovo angeworben wurden, sucht die Armee jetzt gaming-affines Personal als Drohnenpiloten.

Eine Sonderschau hat auch die Eidgenössische Technische Hochschule in Lausanne (EFPL) auf die Beine gestellt. «Forschung für die Landwirtschaft und Ernährung von morgen» heisst sie. Von beispiellosen Herausforderungen ist die Rede. An der EPFL werden etwa Roboter mitentwickelt, die in Bienenstöcke eindringen und mit den Bienen kommunizieren können. Ein anderes Beispiel: Neue Solarpanels auf Gewächshäusern fangen nur die Wellenlängen ein, die für die Photosynthese des Gemüses unbrauchbar sind. Die Sonderschau «Erlebnis Nahrig» widmet sich heuer der Kartoffel.

Bühne fürs Braunvieh

Gastkanton ist heuer Schwyz. An der Eröffnungsfeier strich Moderatorin Graziella Contratto hervor, dass die Braunviehzucht im Kloster Einsiedeln ihren Anfang genommen habe. Und dass das Braunvieh ein wahres Multitalent sei. Die Schwyzer haben schönes Braunvieh mitgebracht, etwa Beat von Rickenbach aus Steinerberg SZ.

Zu Ehren des Kantons Schwyz hat es heuer im Olma-Stall doppelt so viele Original-Braune als sonst. Die Eröffnungsfeier lebte wie die ganze Olma stark von der Musik. Die Jodlerin Nadja Räss, der Schwyzerörgelikönner Markus Flückiger und der Geigenvirtuose Raphael Nussbaumer begeisterten die Prominenz.

Zu den wichtigsten Elementen der Herbstmesse gehört die Landwirtschaft. «Landwirtschaft und Ernährung bleiben die Basis», sagt Katrin Meyerhans, stellvertretende CEO und Leiterin Produkte bei den Olma Messen St. Gallen.

Die Landwirtschaft ist wie folgt präsent:

  • «Erlebnis Nahrig»: Die Sonderschau widmet sich der Kartoffel und verfolgt ihren Weg vom Feld bis auf den Teller – mit Live-Kochstationen, Degustationen, Vermittlungsangeboten und einem Kartoffelkino für Kinder.
  • Olma-Genussmarkt, präsentiert von Laveba: Regionale Produzentinnen und Produzenten hochwertiger Spezialitäten kommen direkt mit dem Publikum in Kontakt und zeigen die Vielfalt der Schweizer Genusswelt.
  • Produkteschau «Alles Gurkä?!»: Sie rückt den Schweizer Gurkenanbau ins Zentrum und macht ein vertrautes Lebensmittel aus neuer Perspektive erlebbar.
  • Olma-Alpkäse-Prämierung: Die 25. Ausgabe am Freitag, 9. Oktober 2026, öffnet sich noch stärker für ein breites Publikum. Nach der Auszeichnung können die prämierten Käse direkt vor Ort degustiert werden.
  • Tag der Bäuerin: Am Donnerstag, 15. Oktober 2026, stehen unter dem Motto «Vielfältig. Tragend. Unverzichtbar.» jene Frauen im Mittelpunkt, die Landwirtschaft mit Gesellschaft verbinden.
  • Tradition und Brauchtum: Volkskultur, Musik, Umzüge und Beiträge aus den Regionen gehören fest zur OLMA und machen gelebtes Brauchtum sichtbar.
  • Tierausstellungen und Arena: Milchkühe, Mutterkühe mit Kälbern, Schweine, Schafe, Ziegen, Rennschweine und weitere Tiere prägen den Olma-Stall.

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