13,2 Millionen Franken für Blatten VS bewilligt

Der Walliser Grosse Rat hat am Dienstag zusätzliche Kredite in Höhe von insgesamt 13,225 Millionen Franken für den Wiederaufbau der Kantonsstrasse nach Blatten sowie für dringliche Instandstellungs- und Schutzmassnahmen genehmigt. Das Kantonsparlament nahm beide Vorlagen einstimmig an.

sda |

Die Linienführung der neuen Kantonsstrasse zwischen Wiler und Blatten basiert auf der nach dem Bergsturz vor rund einem Jahr neu erarbeiteten Gefahrenkarte der kantonalen Dienststelle für Naturgefahren (DNAGE). Um die Strasse und die notwendigen Schutzbauten gegen Naturgefahren bis Ende 2029 fertigzustellen, sprach das Parlament einen Zusatzkredit von 6,1 Millionen Franken.

Für die bereits zu rund 60 Prozent umgesetzten dringlichen Sicherungs- und Wiederherstellungsmassnahmen bewilligte der Grosse Rat zudem weitere 7,125 Millionen Franken. Damit übernimmt der Kanton 95 Prozent der bisher anerkannten Gesamtkosten von 7,5 Millionen Franken. Die verbleibenden Arbeiten sollen möglichst rasch abgeschlossen werden, idealerweise noch im laufenden Jahr.

Strassenbau macht Fortschritte

Etwas mehr als ein Jahr nach dem Bergsturz sind die Wiederaufbauarbeiten weit fortgeschritten. Die neue Kantonsstrasse zwischen Weissenried und Blatten ist bereits vollständig trassiert. Der Strassenunterbau ist zu rund 80 Prozent erstellt, während die Entwässerungsanlagen etwa zur Hälfte fertiggestellt sind. Ziel ist es, die Strecke bis Ende Oktober 2026 für den Winterverkehr freizugeben.

Auch der Abschnitt zwischen Blatten und Eisten ist weitgehend fertiggestellt. Das Trassee und der Strassenunterbau sind abgeschlossen, ebenso der Neubau der Lonza-Brücke. Im Verlauf des Sommers soll noch der Strassenbelag eingebaut werden.

Provisorische Luftseilbahn geplant

Um die Erreichbarkeit von Weissenried und Blatten rasch zu verbessern, ist der Bau einer provisorischen Luftseilbahn zwischen Wiler und Weissenried vorgesehen. Die Anlage soll noch in diesem Jahr den Betrieb aufnehmen und bis zur Fertigstellung der neuen Kantonsstrasse Ende 2029 als Übergangslösung dienen.

Geplant ist eine rund 1,2 Kilometer lange Seilbahn mit zwei Kabinen für je acht Personen. Für diese drei laufenden Baustellen sind keine zusätzlichen Kredite erforderlich, da sie als Notmassnahmen finanziert werden.

Arbeiten im Val de Bagnes

Weiter bewilligte der Grosse Rat drei Kredite im Zusammenhang mit den Unwetterschäden im Val de Bagnes in den Jahren 2024 und 2025. Mit den Geldern sollen verschiedene Wiederaufbau- und Sicherungsarbeiten finanziert werden, die teilweise bereits laufen.

Für den Wiederaufbau der Zufahrten nach Lourtier und Sarreyer sowie für die Sicherung von Infrastrukturen und Siedlungsgebieten im Abschnitt Fregnoley-Champsec genehmigten die Abgeordneten einen Zusatzkredit von 23,32 Millionen Franken.

Zudem bewilligte das Parlament Subventionen in Höhe von 7,2 Millionen Franken für die Wiederherstellung und Sicherung der Gewässer im Gebiet Fregnoley-Champsec.

Ebenfalls gutgeheissen wurde ein Verpflichtungskredit von 21,77 Millionen Franken für den Bau einer 147 Meter langen Bogenbrücke über den Wildbach Fregnoley sowie für die Fortsetzung der Bauarbeiten an der gleichnamigen Galerie.

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