
Der Landwirt setzte Mist gegen die Kontrolleure ein. (Symbolbild)
Samuel Krähenbühl
Weil er unter anderem das Auto eines Kontrolleurs des Kantons Waadt mit Mist überschüttet hat, ist ein Landwirt laut «La Côte» zu einer Freiheitsstrafe von 160 Tagen auf Bewährung verurteilt worden. Die Strafe wurde mit einer Probezeit von fünf Jahren bedingt ausgesprochen. Zusätzlich der Landwirt eine Busse von 600 Franken bezahlen.
Der Kanton wollte demnach im Sommer 2025 den Betrieb wegen Problemen in Bezug auf Hygiene und Tierhaltung kontrollieren. Im Strafbefehl heisst es gemäss «La Côte», dass sich der Landwirt «sofort aggressiv gezeigt» habe und die beiden Beamten daran hinderte, ihre Kontrollen durchzuführen. Anschliessend habe er zweimal Mist auf das Fahrzeug geschüttet und es damit vollständig zerstört. So wurde das Dach eingedrückt und die Frontscheibe zerstört.
Der Landwirt aus der Waadtländer Region La Côte habe den Kontrolleur und dessen Kollegen anschliessend bedroht, wie die Zeitung unter Verweis auf den Strafbefehl schreibt. Beim nächsten Mal würden nicht das Auto, sondern sie selbst auf dem Misthaufen landen, soll er ihnen gesagt haben. Damit versetzte er die beiden Beamten laut Strafbefehl in Angst um ihr Leben.
Die Staatsanwaltschaft befand den Landwirt wegen Sachbeschädigung, Bedrohung von Beamten, der Behinderung einer Amtshandlung und der Missachtung einer behördlichen Anordnung für schuldig. Der Bauern war gemäss der Zeitung bereits vorbestraft, unter anderem wegen fahrlässiger Tierquälerei sowie wegen Beschimpfung und Tätlichkeiten.