Die wichtigste Ackerkultur in der Schweiz ist gemäss dem Portal «Schweizer Bauern» das Getreide. Es nimmt eine Fläche von ungefähr 140’000 Hektaren ein. Das entspricht etwa der Fläche des Kantons Luzern.
Ein wichtiges Anbaugebiet für Getreide ist die Region Broye in den Kantonen Freiburg und Waadt. Sie gilt als grösste Getreideregion der Schweiz. Entsprechend wichtig ist die Infrastruktur. Derzeit sind die Sammelstellen auf mehrere Standorte verteilt. Zudem besteht Modernisierungsbedarf. Die Standorte würden dem Lagerbedarf nicht gerecht, schreibt die Groupe Minoteries SA (GMSA) in einer Mitteilung.
Das Problem: Die bestehenden Sammelstellen können nicht ausgebaut werden. Deshalb prüfen die GMSA, die Landi Centre Broye, die Landi Moudon-Bercher-Mézières, die Landi Broye Céréales und die Fenaco, eine gemeinsame Sammelstelle für die gesamte Region Broye zu realisieren.
Mit Ernte und Lagerung unter einem Dach würden sich auf lange Sicht interessante Perspektiven für die regionale Getreideproduktion eröffnen, heisst es in der Mitteilung dazu. Ein Neubau würde zudem eine leistungsstarke Getreideannahme und -einlagerung mit effizienten Logistikflüssen gewährleisten.
Dazu wird nun eine Machbarkeitsstudie für eine zentrale Getreidesammelstelle in Auftrag gegeben. Deren Ziel ist es, die Zukunft der Getreideproduktion in der Region zu sichern und die Produktion aus finanzieller Sicht zu analysieren. Bis ein Neubau Realität wird, dürfte noch viel Wasser die Broye hinabfliessen. Die Ergebnisse der Studie werden nicht vor Ende 2024 erwartet.

Die Region Broye zwischen Bern und Lausanne liegt in den Kantonen Freiburg und Waadt.
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