Den Angaben zufolge wollten die Versammelten einen «Weckruf an die Verwaltung, die Politik und die Marktakteure» richten. Die Kundgebungsteilnehmerinnen und -teilnehmer versammelten sich gegen 19 Uhr auf einem privaten Grundstück.
Sie reisten hauptsächlich mit Traktoren an. Am Schluss fanden sich rund 420 Fahrzeuge aus dem Kanton Freiburg und den angrenzenden Kantonen in Kerzers ein.
Keine Zwischenfälle
Wie die Freiburger Kantonspolizei mitteilte, stammten die Teilnehmenden aus landwirtschaftlichen Kreisen. Die Behörden waren seit Donnerstag über die Kundgebung informiert. In Zusammenarbeit mit den Organisatoren stellte die Polizei insbesondere im Seebezirk sicher, dass es zu keinen grösseren Verkehrshinderungen kam. Zwischenfälle blieben nach Polizeiangaben aus.
Seit Wochen häufen sich im europäischen Ausland Bauernproteste. In der Schweiz ist die Kundgebung in Kerzers die bisher grösste, die bekannt wurde. Zuvor blieb es bei kleineren Aktionen wie etwa verkehrt herum aufgehängten Ortstafeln. Im Kanton Basel-Land gab es Sternfahrten.
Zeigen, dass es Bauern nicht gut geht
An mehreren Standorten im Kanton Bern und Freiburg fanden am Freitagabend «Mahnwachen mit Traktoren» statt. Organisiert wurde der so genannte «Weckruf Bauern Bern» von der Gruppierung «Bauern Bern». Hinter dieser Gruppierung stecken Bauernfamilien aus dem Kanton Bern und Freiburg, die sich anlässlich der bäuerlichen Protestbewegungen in ganz Europa zusammengefunden haben und aktiv werden wollen.
«Unser Ziel ist es, sichtbar zu werden und der breiten Bevölkerung zu zeigen, dass es vielen Bauernfamilien wirklich nicht so gut geht», sagte Urs Urs Haslebacher, Mitorganisator des «Weckrufes» und Landwirt aus Lohnstorf BE in einem Interview mit «Schweizer Bauer ». «Der Bevölkerung ist zu wenig bewusst, wie lange Betriebe bereits von der der Substanz leben», so Haslebacher.
Emotionen kontrollieren
Die Aktion richtet sich an die Bevölkerung, an die Politik, an das Amt für Landwirtschaft und an die Grossverteiler. «Wir fordern jetzt von der Verwaltung, der Politik und den Marktakteuren, sich mit mehr Planungssicherheit und Vernunft für das langfristige Fortbestehen des Bauerntums in der Schweiz einsetzen und endlich zu handeln», hob der Landwirt hervor.
Die Mahnwache solle als Ventil wirken, um die Unzufriedenheit geordnet kundzutun. «Wird nichts unternommen, dann steigt der Frust der Bauern immer mehr, und es kommt zu Bewegungen und Aktionen, die schwierig zu kontrollieren und negativ sind», so Haslebacher.

Uuuups...Vorsicht...
Schön, dass die Schweizer Bauern am zweiten Jahrestag des Ausbruchs des Krieges eine Mahnwache für ihre ukrainischen Kollegen veranstalten, welchen es im puren Gegensatz zu den Schweizer Bauern vorsichtig ausgedrückt absolut katastrophal und Scheisse geht. Oder habe ich da etwas falsch verstanden???
Dies sind Arbeitsgeräte die wir benötigen um unsere Arbeiten zu erledigen und keine Freizeitgefärte.