
Ilegale Rave-Party auf der Alp La Poyette bei Ballaigues VD.
zvg
Auf der Alp La Poyette in Ballaigues VD wird Alp-Gruyère hergestellt. Doch am Wochenende fand dort eine illegale Goa-RaveParty statt. Der Landwirt, der die Alp im Waadtländer Jura von der Gemeinde pachtet, begann seinen Tag am Samstag wie gewohnt um 3 Uhr.
Gelände wurde nicht geräumt
Er holte seine 85 Kühe von der Weide, um sie zu melken. Um 5.30 Uhr putzte er vor der Alphütte, die Kühe lagen auf der Weide, alles war ruhig. Danach wusch er den Melkstand. Als er wieder rauskam, um 6 Uhr, war keine Kuh mehr da, die Tiere rannten panisch in der Weide herum. Ein bisschen weiter weg stiess er auf etwa 150 Autos, zwei riesige Bühnen mit Sattelschleppern, sehr laute Musik und Menschen überall.
Am Anfang hatte der Bauer vor allem Angst, dass es brennen könnte. Er rief sofort die Polizei. Ab 10.30 Uhr hat die Polizei laut ihrer Mitteilung in mehreren Verhandlungsrunden die Organisatoren, die bis Montag 1000 bis 2000 Teilnehmende erwarteten, aufgefordert, die nicht bewilligte Veranstaltung zu beenden. Aus Gründen der Verhältnismässigkeit und Sicherheit verzichtete die Polizei nach eigenen Angaben gegen Abend auf eine Räumung. Stattdessen wurden sämtliche Zufahrtsstrassen zur Alp gesperrt.
500 Personen kontrolliert
Am Sonntagmorgen folgten die Organisatoren schliesslich den Anweisungen der Polizei. Gegen 6 Uhr wurde die Musik eingestellt, und die Teilnehmenden, die aus ganz Europa gekommen waren, verliessen das Gelände. Ein Organisator, einer der DJs sowie sechs weitere an der Organisation beteiligte Personen werden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt, wie es im Bericht der Polizei heisst.
Diese kontrollierte nach eigenen Angaben mehr als 120 Fahrzeuge und rund 500 Personen. Zudem seien rund 20 Ordnungsbussen wegen Falschparkierens ausgesprochen worden. Während des zweitägigen Einsatzes standen rund 80 Angehörige der Gendarmerie und der Kriminalpolizei im Einsatz. Unterstützt wurden sie vom Forstdienst und von der Feuerwehr. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit bestand ein erhöhtes Waldbrandrisiko.
Gras zertrampelt
«Ich war verblüfft, wie sauber meine Weide war», so die Feststellung des Landwirts nach der Räumung. Die Leute hätten aber die Zäune stark beschädigt, um im Wald ihr Geschäft zu verrichten. Das Gras wurde auf der etwa 1 Hektare grossen Fläche zertrampelt, da sich auf dem Höhepunkt der Feier rund 800 Personen dort aufgehalten hatten. Zudem hat ein Lastwagen eine Viehtränke beschädigt.
Die Gemeinde hat sofort Strafanzeige erstattet. Auf Anraten des Staatsanwalts hat der Landwirt ebenso Anzeige erstattet, um entschädigt zu werden, unter anderem für das fehlende Futter. Moralisch sei es für ihn aber schon ein Schlag, vor allem in diesem trockenen Jahr. «So etwas hätte ich mir nie im Leben vorstellen können», fasst er sein Erlebnis zusammen.
So in der Natur zu feiern bei diesem tollen Wetter ist doch herrlich und sollte ermöglicht werden! Und der Abfall wurde mitgenommen und die Wiese in sauberen Zustand hinterlassen! Ist doch ein gutes Zeichen!
Würde schon wissen wollen wie es wäre wenn da plötzlich 500 Menschen in deinen garten kommen und ne fete feiern. Deinen Wein aus dem Keller holen deine Blumen mitnehmen und dein Gemüse essen. Schön, wenn es ein Fest der Liebe ist dann darf man ja alles ....
Nur noch traurig.
Die armen Feiernden. Die Alp war schon abgefressen.