Jura: Wolf tötet mehrere Schafe

Mehrere Schafe sind in der Nacht auf Mittwoch auf dem Gebiet der jurassischen Gemeinde Charmoille von einem Wolf getötet worden. Der Kanton Jura beherbergt kein Rudel, wird aber regelmässig von einzelnen Wölfen durchquert.

Die von einem kantonalen Wildhüter festgestellten Spuren und Verletzungen sind typisch für einen Wolfsangriff, wie der Kanton Jura am Mittwoch weiter mitteilte. Drei Schafe verendeten, zwei weitere konnten dem Raubtier entkommen.

Die Haltungs- und Schutzbedingungen der Schafe entsprachen laut dem Kanton nicht den geltenden eidgenössischen Anforderungen an den Herdenschutz. Die verzeichneten Verluste würden daher weder entschädigt noch an die Beutetierquote angerechnet, die zu einer Abschussbewilligung für den Wolf führen könnte.

Eine Abschussbewilligung kann erst ab sechs getöteten Ziegen oder Schafen in Betracht gezogen werden, wenn die Herden gemäss den eidgenössischen Schutzvorschriften gehalten wurden. Der kantonale Herdenschutzbeauftragte wurde laut dem Kanton informiert, Schaf- und Ziegenhalter in der betroffenen Region aufzufordern, unverzüglich Massnahmen zu ergreifen, um weitere Verluste zu vermeiden.

Herdenschutzzäune:

Für Kleinvieh gelten folgende Minimalanforderungen an den Grundschutz:

- Zäune geschlossene und elektrifizierte Netze oder Litzenzäune

- Litzen: bei einem Litzenzaun benötigt es mindestens 4 Litzen und bei Knotengitter mindestens zwei elektrifizierten Litzen unten und oben. Unterste Litze maximal 20 cm ab Boden. Höhe: Mindestens 0.9 m hoch für Schafe, Ziegen und Weideschweine, ausser bei Nachtpferchen und –weiden im Sömmerungsgebiet mindestens 1.05 m - Spannung des Zauns oder der Litze mindestens 3000 V

-> Quelle: Plantahof

Kommentare (2)

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  • Toni Arnold | 12.01.2026

    Dieses verantwortungslose und geradezu schädliche Verhalten der Behörden ist ein Trauerspiel: zuerst hetzen sie uns die Wolfsplage auf den Hals. Dann schikanieren sie uns mit Vorschriften für Zäune, die nicht mal einen Zwergpinscher von einem Angriff abhalten. Und zu guter Letzt lassen sie die Bestien weiterwüten, und foutieren sich um einen Schadensausgleich. Und der Tierschutz interveniert nur, wenn zu wenig Licht im Stall ist ... ein wirklich toller Staat, den wir da mit unsren Steuergeldern bezahlen. 

    • Heinz Plüss | 14.01.2026
      Wer an eine Behörde glaubt ist selber schuld, aber wer seine Nutztiere nicht selber schützt mit eliminieren vom Raubtier ist auch selber schuld . Ihr glaubt ja auch nicht an Herdenschutz, also wie funktioniert denn ein 100% Schutz?
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