
Der Europäische Wolf besiedelt viele verschiedene Lebensräume: Von offenen Graslandschaften bis zu dichten Wäldern ist er überall zu finden.
Olle August
Die von einem kantonalen Wildhüter festgestellten Spuren und Verletzungen sind typisch für einen Wolfsangriff, wie der Kanton Jura am Mittwoch weiter mitteilte. Drei Schafe verendeten, zwei weitere konnten dem Raubtier entkommen.
Die Haltungs- und Schutzbedingungen der Schafe entsprachen laut dem Kanton nicht den geltenden eidgenössischen Anforderungen an den Herdenschutz. Die verzeichneten Verluste würden daher weder entschädigt noch an die Beutetierquote angerechnet, die zu einer Abschussbewilligung für den Wolf führen könnte.
Eine Abschussbewilligung kann erst ab sechs getöteten Ziegen oder Schafen in Betracht gezogen werden, wenn die Herden gemäss den eidgenössischen Schutzvorschriften gehalten wurden. Der kantonale Herdenschutzbeauftragte wurde laut dem Kanton informiert, Schaf- und Ziegenhalter in der betroffenen Region aufzufordern, unverzüglich Massnahmen zu ergreifen, um weitere Verluste zu vermeiden.
Herdenschutzzäune:
Für Kleinvieh gelten folgende Minimalanforderungen an den Grundschutz:
- Zäune geschlossene und elektrifizierte Netze oder Litzenzäune
- Litzen: bei einem Litzenzaun benötigt es mindestens 4 Litzen und bei Knotengitter mindestens zwei elektrifizierten Litzen unten und oben. Unterste Litze maximal 20 cm ab Boden. Höhe: Mindestens 0.9 m hoch für Schafe, Ziegen und Weideschweine, ausser bei Nachtpferchen und –weiden im Sömmerungsgebiet mindestens 1.05 m - Spannung des Zauns oder der Litze mindestens 3000 V
-> Quelle: Plantahof