Kanton Freiburg unterstützt Agrarprojekte

Im Rahmen der Initiative «Fribourg Agri&Food» unterstützt der Kanton Freiburg dieses Jahr neun innovative Projekte aus den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung. Ziel dieser Unterstützung soll es sein, Innovation und nachhaltige Entwicklung zu fördern. Biomasse und Digitalisierung stehen im Vordergrund. 

pd/ome |

Mit der Initiative «Fribourg Agri&Food»  fördert der Kanton Freiburg innovative und nachhaltige Projekte im Agrar- und Lebensmittelsektor. Seit drei Jahren will sich der Kanton mit dieser Strategie als führender Standort in diesen beiden Bereichen positionieren.

Grundidee ist es, dem Agrar- und Lebensmittelsektor Impulse zu geben und günstige Rahmenbedingungen für die Entwicklung innovativer Ideen zu schaffen, schreibt der Kanton in einer Medienmitteilung. 2024 unterstützt der Kanton 9 innovative Projekte. 

Förderung der Zusammenarbeit

Mit der Strategie «Fribourg Agri&Food» bietet der Kanton zwei Unterstützungsmechanismen zur Förderung von Innovation und Zusammenarbeit im Agrar- und Ernährungssektor. Einmal vergibt der Kanton Innovationsschecks, dann vergibt er Ausschreibungen für systemische Projekte.

Mit dem Innovationsscheck bietet der Kanton  neuen Projekten in der Startphase eine finanzielle Unterstützung. Mit den Ausschreibungen hingegen fördert er die Zusammenarbeit zwischen Teams mit unterschiedlichen Kompetenzen, um die wichtigsten Herausforderungen des Sektors anzugehen.

Neun innovative, nachhaltige und wirtschaftlich relevante Projekte kommen 2024 in den Genuss dieser kantonalen Unterstützung. Die Projekte sind dabei einem von zwei Schwerpunkten zugeordnet: Verwertung von Biomasse und Landwirtschaft & Industrie 4.0.

Schwerpunkt «Verwertung von Biomasse»

Dieser thematische Schwerpunkt soll die Entwicklung neuer Möglichkeiten zur Verwertung von Biomassen und Nebenprodukten aus der Landwirtschaft und der Nahrungsmittelindustrie des Kantons fördern. Er fördert die Schaffung neuer Wertschöpfungsketten, von Verwertungswegen mit hoher Wertschöpfung sowie von neuem Know-how, Kompetenzen und wirtschaftlichen Aktivitäten im Sinne eines zirkulären und nachhaltigen Ansatzes. 2024 werden 5 Projekte aus dem Bereich «Verwertung von Biomasse» unterstützt:

2 Projekte werden mit einer «Ausschreibung für systemische Projekte» unterstützt:

  • Verwertung der Bestandteile von Molke in Form von Verpackungsfolien auf Proteinbasis und Biogas aus Laktose
  • Umwandlung von Molkepermeat (Nebenprodukt der Molke nach der Extraktion von Proteinen) in Wasserstoff und nachhaltige Düngemittel

3 Projekte werden mit einem Innovationsscheck unterstützt:

  • Verwertung von unverkauften Waren und Nebenprodukten aus Bäckereien zu verschiedenen innovativen Produkten mit dem Ziel, die Verringerung der Lebensmittelverschwendung zu fördern
  • Erforschung der Umwandlung von Molkepermeat in Essig durch einen innovativen biotechnologischen Prozess
  • Entwicklung des ersten gesäuerten Milchdesserts auf Molkebasis in der Schweiz.

Schwerpunkt «Landwirtschaft & Industrie 4.0»

Dieser thematische Schwerpunkt befasst sich mit der Digitalisierung der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie, um die Produktivität zu optimieren, die Kosten zu senken und die Nachhaltigkeit durch die Entwicklung und Implementierung digitaler Technologien und die Nutzung von Daten zu verbessern.

In diesem Bereich werden 4 Projekte mit einer «Ausschreibung für systemische Projekte» unterstützt:

  • Entwicklung eines automatisierten Systems auf der Grundlage künstlicher Intelligenz zur Behandlung von Unkräutern ohne Pflanzenschutzmittel
  • Optimierung des Nährwerts der Mikroalge
  • Nachhaltige Behandlung von Saatgut durch Plasmatechnologie, die eine umweltfreundliche Alternative zur Schädlingsbekämpfung bietet
  • Lokale Algenproduktion, die den Anbau von
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