
Suonen sind offene Wasserkanäle, die seit dem Mittelalter gebaut wurden. Sie dienen dazu Schmelzwasser von den Gletschern und Gebirgsbächen auf die trockenen Weiden, Äcker und Weinberge zu leiten.
Christian Zufferey
Vier Grossräte fordern ein Konzept für die rund 2000 Kilometer langen Suonen und Wässerwasserleitungen im Wallis. Wie der «Walliser Bote» berichtet , sollen die historischen Wasserleitungen besser unterhalten und künftig vielseitiger genutzt werden.
Wegen schmelzender Gletscher und fehlenden Schnees mangelt es zunehmend an Wasser. Gleichzeitig leiden viele Geteilschaften unter Überalterung und fehlenden Arbeitskräften. Dadurch gehen auch Wissen und Unterhalt der jahrhundertealten Leitungen verloren.
Die Interpellanten verlangen deshalb eine Bestandsaufnahme und Unterstützung für die Geteilschaften. Zudem sollen die Suonen nicht nur der Bewässerung dienen, sondern auch für die Biodiversität, als Löschwasser sowie für Landschaft und Tourismus genutzt werden.