Die Grüne Partei des Kantons Genf verpflichtet ihre künftigen Politiker, sich gemäss dem Parteiprogramm zu verhalten. Das beschlossen die Delegierten der Kantonalpartei am Samstag und änderte damit eine Verpflichtung zu vegetarischem Essen ab.
Die Kantonalpartei begrüsse die Debatte über einen geringeren Fleischkonsum, hiess es weiter. Dieser werde in ihrem Programm auch im Kapitel «Energie und Klima» erwähnt.
Damit wurde der Entscheid des letzten Kongresses vom 21. Mai revidiert, wie die Partei mitteilte. Dieser hatte ihren kantonalen Politikerinnen und Politikern vorgeschrieben, im Rahmen ihres Amtes auf Fleischkonsum zu verzichten.
Die Weisung lautete wie folgt: «Wenn ich in den Grossen Rat gewählt werde, verpflichte ich mich, während dieser Zeit an Plenarsitzungen, Arbeitssitzungen, offiziellen Essen oder anderen Veranstaltungen, zu denen ich in meiner Funktion als Abgeordneter der Grünen gehen muss, mich vegetarisch zu ernähren.»
Grossrat François Lefort kritisierte die Annahme der Charta als «eine religiöse Anordnung». Amtskollege Christian Bavarel übte ebenfalls Kritik. Für ihn sei es «eine Kriegserklärung an lokale Produzenten», sagte er.

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