Wie die Stadt Lausanne und der Kanton Waadt mitteilten, wird der Boden zunächst analysiert. Anschliessend wird die belastete Erde abgetragen, fachgerecht deponiert und durch sauberen Boden ersetzt. Diese erste Sanierungsphase ist auf vier Jahre angelegt.
Parallel dazu sollen rund 1600 Parzellen untersucht werden, darunter ein sogenannter Pilotperimeter, der verschiedene Belastungsstufen abbildet. Ziel ist es, auf dieser Grundlage die Strategie für die späteren Sanierungsarbeiten zu präzisieren.
Finanziell tragen Stadt und Kanton die Kosten gemeinsam: Die Stadt Lausanne übernimmt die Reinigung der prioritären Standorte mit 5,2 Millionen Franken, während der Kanton Waadt die Untersuchungen mit 3,5 Millionen Franken finanziert.
Keine grösseren Gesundheitsrisiken
Die Dioxinbelastung, die in ihrem Ausmass in der Schweiz bislang einzigartig ist, wurde 2021 bekannt. Verursacht wurde sie durch die ehemalige Kehrichtverbrennungsanlage im Lausanner Stadtteil Vallon, deren Emissionen über Jahre hinweg den umliegenden Boden kontaminierten.
Die Dioxinbelastung führte nicht zu grösseren Gesundheitsrisiken für die Bewohnerinnen und Bewohner. Eine 2024 veröffentlichte Studie des Lausanner Universitätszentrums Unisanté zeigte, dass deren Dioxinwerte im Blut ähnlich hoch waren wie jene der übrigen Bevölkerung.
Der Beitrag unten wurde im Januar 2023 veröffentlicht ( ome ):
