
Proviande
Der 5,65 Millionen Franken teure Neubau, davon 78 Prozent durch die öffentliche Hand finanziert, umfasst einen Schlachthof, einen Verarbeitungsraum und eine Tierkörper-Sammelstelle unter einem gemeinsamen Dach, wie der Kanton Wallis mitteilt. Für Hoftötungen, Unfalltiere und Wild steht eine separate Anlieferungseinrichtung zur Verfügung.
Das Fleischzentrum umfasst auch einen Kühlraum mit einer Kapazität von bis zu zehn Tonnen, was eine längere Fleischreifung ermöglicht und Produzenten einen zusätzlichen Mehrwert bietet. Damit könnten von der Schlachtung über die Verarbeitung bis zur Lagerung und zur Reifung sämtliche Arbeitsschritte vollständig an einem zentralen Ort erfolgen.
Direkt an der Kantonsstrasse zwischen Reckingen und Münster gelegen, sei die Anlage auch optimal ans Verkehrsnetz angebunden, wodurch Emissionen reduziert und das Tierwohl dank kurzen Transportwegen verbessert werden könne. Das neue Fleischzentrum diene nicht nur der Region Goms, es nehme nun auch eine strategisch wichtige Bedeutung für die gesamte Oberwalliser Landwirtschaft ein.