Raclette: Weltrekord gebrochen

Der Weltrekord für die grösste Raclette ist am Samstag in Martigny VS erneut gebrochen worden. Mit insgesamt 4942 Teilnehmenden – darunter 403 Raclette-Schabern und zahlreichen Helfern – reichten die Organisatoren von «The plus grande raclette of the world» ihr Ziel.

Der von einem Notar bestätigte neue Rekord, der um 49 Personen übertroffen wurde, bestätige «die aussergewöhnliche Begeisterung dieses Anlasses, der sich innerhalb zweier Jahre zu einem symbolträchtigen Treffpunkt für regionale Produkte und Geselligkeit entwickelt habe», erklärte Myexpo, der Veranstalter der Veranstaltung am späten Samstagabend.

Zwischen Qualität und Tradition

Zwar stellten Gäste aus dem Wallis die Mehrheit der Anwesenden, doch auch zahlreiche Raclette-Liebhaber aus weiter entfernten Kantonen reisten nach Martigny. «Es ist einfach unglaublich, diese Begeisterung bei den Raclette-Liebhabern zu sehen. Viele fragen bereits nach der nächsten Ausgabe», sagte Eddy Baillifard, Botschafter der Veranstaltung und des Raclette Valais AOP, am späten Abend erfreut.

« – wie die Foire du Valais – zu jenen Veranstaltungen, die wir besonders gerne organisieren, weil sie Menschen zusammenbringen und das sichtbar machen, was den Reichtum unseres Kantons ausmacht: Geselligkeit, die Qualität unserer Produkte und die Stärke unserer Traditionen», fasste Vincent Claivaz, Präsident von Myexpo zusammen. Im März 2024 hatte die erste Ausgabe der grössten «Raclonette» in Saint-Étienne (F) 2236 Teilnehmende angezogen. Diese Bestmarke wurde am 22. März 2025 auf 2522 Gäste erhöht.

Ein klar schweizerischer Rekord

Nur zwei Wochen später wurde der französische Rekord in Martigny mit 4893 Anwesenden deutlich übertroffen. Angesichts der grossen Begeisterung nach der Übernahme des Rekords von den französischen Nachbarn entschieden sich die Organisatoren aus dem Wallis, den Anlass in diesem Jahr zu wiederholen – mit Erfolg.

Erstmals wurde damit am Samstagabend im CERM in Martigny die Marke von 4900 Teilnehmenden überschritten. Um die tausenden Raclette-Portionen zu servieren, standen zahlreiche Köche und Helfer im Einsatz. Hauptmotivation der Freiwilligen war es, das Ereignis aus nächster Nähe zu erleben und ihre Leidenschaft fürs Raclette-Schaben zu teilen, unterstützt durch fachkundige Tipps von Experte Eddy Baillifard. Als Anerkennung erhielten sie ein personalisiertes Diplom.

Kein Eintrag im Guinness-Buch

Zwei Tonnen Raclettekäse wurden am Samstag insgesamt konsumiert sowie knapp 1500 Kilogramm Kartoffeln und 2380 Gläser mit Essiggurken, Pilzen und Zwiebeln – ähnlich viele wie im letzten Jahr.

Aus Kostengründen verzichteten die Organisatoren darauf, Vertreter des Guinness-Buchs einzuladen. Dies hätte rund 15'000 Franken gekostet. Stattdessen wurde das Ergebnis durch einen Notar beglaubigt.

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