Rhonekorrektion geht in nächste Etappe

Die 3. Rhonekorrektion (R3) wird im Chablais mit mehreren wichtigen Etappen fortgesetzt. Alle diese Projekte tragen dazu bei, die Hochwassersicherheit zu erhöhen, die Biodiversität zu erhalten und die Uferräume der Rhone in der Region für die Öffentlichkeit attraktiver zu gestalten.

pd/mge |

Die Bauarbeiten für den neuen Damm bei «Les Grandes Îles» in den Gemeinden Bex und Ollon begannen im September 2023 und wurden Ende 2025 plangemäss abgeschlossen, schreibt der Kanton Wallis auf seiner Website.  In der Endabrechnung belaufen sich die Baukosten auf insgesamt 12 Mio. Franken. Die Kosten werden von den Kantonen Waadt und Wallis zu je rund 20 % und zu 58 % vom Bund getragen.

Anfang 2026 beginnen die ersten «interkantonalen Bauarbeiten» für das Projekt der 3. Rhonekorrektion «Îles des Clous» in den Gemeinden Yvorne (VD) und Vouvry (VS). Zunächst würden Forstarbeiten, archäologische Ausgrabungen und geotechnische Untersuchungen durchgeführt, um mehr über die Beschaffenheit von Boden und Untergrund zu erfahren, heisst es weiter. 

Das gesamte Bauvorhaben, das sich über vier Jahre erstreckt und bis 2029-2030 abgeschlossen sein soll, umfasst die Sanierung einer ehemaligen Deponie, die Aufweitung des Flussbetts, die Verstärkung des Damms auf Walliser Seite sowie den Bau eines neuen Damms auf Waadtländer Seite. Auch eine Revitalisierung des «Grand Canal» und des Weihers «Etang de Versvey ist geplant. Die Gesamtkosten dieser Massnahme sind auf 113 Millionen Franken veranschlagt und werden von beiden Kantonen zu je rund 20 % finanziert. Es wird mit einem Bundesbeitrag von 55 bis 60 % gerechnet. Die Gemeinden beteiligen sich ebenfalls mit 2 bis 3 %, je nach den in den beiden Kantonen geltenden Regelungen.

Auch wird die Rhone, die derzeit bis zum Genfersee kanalisiert ist, dank der «Prioritären Massnahme Delta» wieder eine natürliche Mündung erhalten. Der Kanton schreibt, dass dazu am rechten Ufer, unterhalb der Fussgängerbrücke «Passerelle des Grangettes», zwei neue Arme geschaffen werden sollen. Diese Massnahmen werden insbesondere dazu beitragen, die ökologische Vielfalt des Gebiets wiederherzustellen, den Schutz der Bevölkerung vor Überschwemmungen zu verbessern und die Uferräume der Rhone in der Region für die Öffentlichkeit attraktiver zu gestalten.

Die mit 52 Millionen Franken veranschlagte Massnahme erhält aufgrund ihrer Bedeutung für die Revitalisierung vom Bund eine zusätzliche Unterstützung, womit der Bundesbeitrag auf 75 bis 80 % des Gesamtbetrags ansteigt. Die Kantone übernehmen den Restbetrag, abzüglich der für das gesamte Chablais festgelegten kommunalen Beteiligungen.

Weiterführende Informationen zur 3. Rhonekorrektion gibt es hier .

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