Wallis: Weniger Wolfsangriffe und GPS-Halsbänder

Im Wallis sind im vergangenen Jahr 81 Wolfsangriffe registriert worden. Das sind 31 weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der getöteten Tiere sank innerhalb eines Jahres von 341 auf 318.

sda/czb/blu |

Von den 81 Angriffe auf Herdentiere fanden deren 48 im Oberwallis und 33 im französischsprachigen Teil des Kantons statt, wie das kantonale Landwirtschaftsamt am Mittwoch mitteilte. Insgesamt wurden 318 Nutztiere getötet, davon 191 im Oberwallis und 127 im Unterwallis.

Risiko von Raubtierangriffen begrenzen

Im Vergleich dazu waren im Jahr zuvor 112 Angriffe und 341 gerissene Tiere registriert worden. Im Wallis gibt es rund 180 Alpweiden, die im Sommer von Kleinviehhaltern bewirtschaftet werden. «Der höhere Anteil an gerissenen Tieren im Oberwallis lässt sich vor allem durch die kleineren Betriebsstrukturen und die topografischen Besonderheiten erklären, die dazu führen, dass einige Alpen trotz des starken Engagements der Züchter und Züchterinnen nur schwer zu schützen sind», schreibt der Kanton

Der allgemeine Rückgang der Anzahl Angriffe bestätige aber die Wirksamkeit der Schutzmassnahmen, die dort umgesetzt wurden, wo dies möglich gewesen sei, heisst es in der Mitteilung des Kantons. Dies lasse sich auch durch die Verringerung der Anzahl Tiere auf den Alpweiden, unter anderem durch Regulierungen, oder durch eine kürzere Sömmerungsdauer erklären. Damit sollte das Risiko von Raubtierangriffen begrenzt werden.

Tragen von GPS-Halsbändern obligatorisch

2025 hat sich der Kanton Wallis gemäss Communiqué stark für die Anerkennung kantonaler Herdenschutzhunde und die Anpassung des vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) geforderten Eignungstests eingesetzt. Das Ziel sei, dass diese Tests direkt auf den Betrieben, auf denen die Hunde arbeiten, unter realen Bedingungen durchgeführt werden könnten. Diese Massnahmen würden 2026 fortgesetzt.

Für alle Herdenschutzhunde, die im Wallis im Einsatz sind, wird das Tragen von GPS-Halsbändern obligatorisch. Damit soll deren Überwachung gewährleistet werden. Die Kosten für die GPS-Halsbänder samt einer für die Übermittlung von Daten nötigen Applikation belaufen sich auf rund 150 000 Franken, wie der Kanton gegenüber schweizerbauer.ch sagt. Insgesamt gibt es im Wallis derzeit 174 Herdenschutzhunde.

Darüber hinaus wird der Kanton für die kommende Sömmerungssaison mehr als eine Million Franken in Massnahmen zum Schutz der Herden investieren. Hinzu kommen 160'000 Franken für die Haltung von Herdenschutzhunden und 700'000 Franken für die Finanzierung von Hirtenhelfern, wie der Walliser Grosse Rat im vergangenen Dezember beschlossen hat.

Steigende finanzielle Mittel

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 3 Millionen Franken in den Herdenschutz im Wallis investiert. Der Anteil des Kantons belief sich auf 1,63 Millionen Franken, der Rest wurde vom Bund übernommen.

Für 2026 wird das Wallis über 1,8 Millionen Franken in den Herdenschutz investieren. Diese Investition wird durch Bundesmittel ergänzt. Die Höhe der Mittel des Bafu ist noch nicht bekannt. Das Bundesamt für Landwirtschaft wird seinerseits wie in den Vorjahren die Sömmerung mit zusätzlichen Beiträgen in Höhe von rund einer Million Franken unterstützen.

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